Präsident gibt sich kämpferisch

Schwabl: „Ich werde keine Ruhe geben, bis wir in der 2. Liga sind“

Haching-Präsident Schwabl fordert eine Siegesserie seiner Mannschaft. 
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Haching-Präsident Schwabl fordert eine Siegesserie seiner Mannschaft. 

Vor der Partie in Zwickau hat Manfred Schwabl noch nicht aufgegeben. Im Interview zeigt sich der Präsident der SpVgg Unterhaching trotz drei Niederlagen kämpferisch.

München– Nach drei Niederlagen in Serie braucht die SpVgg Unterhaching am Sonntag gegen Zwickau die Trendwende, um im Aufstiegsrennen nicht den Anschluss zu verlieren. Wir sprachen mit Präsident Manni Schwabl über den Ernst der Lage.

Herr Schwabl, vor dem Restart der 3. Liga haben Sie das Ziel für Haching griffig formuliert. Wie ein ICE solle die Mannschaft von der Hölle ins Paradies der 2. Liga rauschen. Seitdem gab’s einen Sieg und drei Niederlagen. Wie groß ist die Entgleisungsgefahr?

Ich habe damals bewusst einen Reiz gesetzt, es ist mit dem Sieg in Großaspach auch gut losgegangen, aber danach war es eher Bayerische Oberlandbahn als ICE, um im Bild zu bleiben. Ich weiß nicht, warum die Mannschaft gegen Ingolstadt so gehemmt war, auch die erste Halbzeit in Münster war schwach. Aber seitdem geht es zumindest von der Leistung her wieder bergauf. Braunschweig war in Ordnung – bis auf die individuellen Fehler, die in dieser Liga halt gnadenlos bestraft werden.

Zu allem Überfluss hat sich auch noch Dominik Stahl schwer verletzt, fällt mit Kreuzbandriss bis Jahresende aus. Wie schwer wiegt der Verlust?

Für den Domi ist es brutal, für uns der nächste Schlag, den wir wegstecken müssen. Er ist jetzt schon der dritte Kapitän, der verletzt ausfällt (nach Seppi Welzmüller und Marc Endres, d. Red.). Klar fehlt uns damit eine wichtige Persönlichkeit auf dem Platz, aber Jammern gilt nicht, Haching steht immer für Aufstehen. Wer bereit ist, der ist herzlich willkommen, wer dem Druck nicht standhält, muss es sagen. Der ICE steht für alle zum Wiedereinstieg bereit.

Manfred Schwabl: „Verloren ist noch gar nichts“

Am Mittwoch kommt Waldhof Mannheim in den Sportpark – also jener Club, dessen Manager Markus Kompp alles versucht hat, einen Saison-Abbruch zu erzwingen. Spüren Sie eine besondere Vorfreude?

Das interessiert mich wenig, ich kenne den Herrn Kompp persönlich gar nicht. Zu meiner Kritik stehe ich: Einen Abbruch zu fordern, hat für mich mit Profisport nichts zu tun. Ich kann mich nicht über fehlendes Training beschweren und die Mannschaft in Kurzarbeit schicken. Es geht auch um das Gesamtbild der Liga, da hat er sich als Vertreter eines Traditionsklubs sehr unglücklich geäußert und damit auch der gesamten Liga sehr geschadet.

Wer sind Ihre Favoriten für den Aufstieg?

Duisburg und Braunschweig haben die beste Einzelqualität, Ingolstadt, Würzburg und 1860 haben gute Chancen auf den Relegationsplatz. Wir sind im Windschatten. Verloren ist noch gar nichts, aber wir brauchen jetzt auf jeden Fall fünf bis sechs Siege.

Was würde ein Nicht-Aufstieg für Haching bedeuten?

Dass wir im nächsten Jahr wieder angreifen und uns auch als Klub strategisch und strukturell weiterentwickeln werden. Wir sind für beide Fälle gewappnet, es würde also keine Welt zusammenbrechen. Und ich werde so lange keine Ruhe geben, bis wir in der 2. Liga sind.

Interview: Ludwig Krammer

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