In Duisburg zählt’s für Haching

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Nur ein Sieg am Samstag im Drittligaspiel beim MSV Duisburg würde bei der SpVgg Unterhaching und Trainer Arie van Lent für Hoffnung sorgen.

Abstiegskampf pur: Beim MSV Duisburg zählt’s für Haching.

Unterhaching – Sechs-Punkte-Spiel, Abstiegs-Endspiel, Schicksalsspiel: Einige Begriffe passen auf die Partie der SpVgg Unterhaching am Samstag (14 Uhr) beim MSV Duisburg. Es ist ein Vokabular mit höchster Dramatik, und doch nicht übertrieben. Denn die Lage, in der sich die SpVgg in der Dritten Liga befindet, ist 14 Spiele vor Saisonende und damit vor dem letzten Drittel der Spielzeit inzwischen höchst dramatisch.

Neun Spiele ohne Sieg in diesem Jahr, davon acht Niederlagen, Absturz auf den 18. Tabellenplatz, schon drei Punkte Rückstand auf Nichtabstiegsplatz 16 und keinen Joker mehr. Im Gegenteil: Haching hat sogar den Schwarzen Peter, weil die Konkurrenz drumherum im Keller der Dritten Liga noch ein oder sogar zwei Spiele mehr auszutragen hat und die SpVgg damit sogar auf den letzten Platz durchreichen könnte. Das alles sind bekannte Fakten, die sich in den vergangenen Wochen manifestiert haben.

Offen ist, wie dem Verein die Wende gelingen soll. Nur ein kleiner Zwischenspurt wird nicht mehr reichen, um die Klasse zu halten. Zum Vergleich: In den letzten fünf Spielzeiten waren viermal 43, 44 oder 45 Punkte zum Klassenerhalt nötig. Für Haching – derzeit mit 21 Zählern notiert – würde das in der aktuellen Tabelle bedeuten, dass noch rund 24 Punkte, also acht Siege aus 14 Spielen nötig wären. Ein sportliches Vorhaben – immer noch vorausgesetzt, dass auch die Konkurrenten weiter verlässlich Punkte liegenlassen und nicht noch vor den Hachingern in der Tabelle stehen.

„Wir sind nicht naiv und glauben, alles ist perfekt“, sagt Trainer Arie van Lent, weiterhin bemüht Optimismus zu verbreiten. Und er erinnert weiter daran, dass es „Kleinigkeiten sind, die uns kaputt machen. Wir haben elf Mal mit einem Tor Unterschied verloren“. Aber der Holländer weiß auch: „Es ist jede Woche das gleiche, das ich erzählen muss.“ Und dass die miesen Ergebnisse nicht zufällig sind, gibt er auch zu: „Fakt ist, wir haben zu wenig Tore geschossen. Es geht manchmal um die Laufwege und um die Präsenz im Sechzehner. Ich kann nicht warten, dass mir der Ball auf den Fuß oder auf den Kopf fällt, ich muss mich auch mal da hinbewegen.“

Das „positive Gefühl“ nimmt van Lent nun aber auch mit zum ebenso gebeutelten MSV Duisburg, dem Tabellennachbarn auf dem 17. Platz. „Ich hoffe einfach, dass das Spielglück endlich mal wieder auf unsere Seite fällt. Die Mannschaft bereitet sich gut vor und ist wissbegierig, das hat sich nicht geändert seit Sommer“, betont der Chefcoach, „da kann ich keinen Vorwurf machen. Ich sehe, dass alle voll dabei sind und das stimmt mich optimistisch.“ Vor dem Sechs-Punkte-Spiel an diesem Samstag, respektive dem Endspiel oder Schicksalsspiel beim MSV Duisburg, ist aber auch ihm klar: „42 Punkte sind noch im Topf und mit jedem Spiel wird es düsterer. Es ist ganz klar, dass wir Punkte brauchen.“

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