SpVgg Unterhaching: Bacher feiert Debüt

Debüt geglückt: Dominik Bacher aus Habach.
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Debüt geglückt: Dominik Bacher aus Habach.

Dominik Bacher feierte gegen den 1. FC Magdeburg sein Profidebüt. In der 63. Minute wurde das 18-Jährige Talent eingewechselt.

Habach/Unterhaching – Andere lernen mit 18 Jahren das Autofahren. Dominik Bacher machte das nebenbei. Bei Gelegenheit düst er jetzt die A95 entlang, Ausfahrt Sindelsdorf, nahe der Habacher Heimat. Dort wohnen Freundin und Freunde. Einer seiner Spezl lud am Mittwoch zum Fußballschauen ein. Die SpVgg Unterhaching spielte. Der Bacher, wie sie sagen, stand im Kader. Nicht U19, A-Jugend, sondern bei den Großen, bei den Profis. In der 63. Minute war es soweit. Bacher betrat den Rasen im Sportpark und gab beim 0:0 gegen den 1. FC Magdeburg sein Debüt in der Dritten Liga.

Bacher: „Da war mir klar, dass ich reinkomme“

In der Halbzeit hatte Coach Claus Schromm ihn angewiesen, er solle sich doch etwas intensiver aufwärmen und bereit sein. „Da war mir eigentlich klar, dass ich reinkomme“, sagt Bacher. Seine Bekannten daheim schmunzelten, wie sie Bacher im Fernsehen mit Nummer 32 aufs Feld traben sahen. Zugegeben: Es sieht witzig aus, wie sich diese Offensiv-Maschine mit seinen 1,90 Metern auf dem Feld fortbewegt.

Von Schromm erhielt er die Order, sich Richtung Strafraum zu orientieren. Die erste Aktion in Liga drei endete mit einem Fehlpass. Das war jedoch eine gute Sache. Denn Bacher verlor nicht nur den Ball, sondern auch den Druck der Erstlinge. „Der ist abgefallen. Dann hat so weit alles gut hingehauen.“ Mehr noch: Bacher beteiligte sich an einer von Hachings besten Torraumszenen. Etwa 20 Meter vor dem Kasten erreichte ihn der Ball. Mit einer Finte verwirrte er den Gegner. Sein Schuss mit rechts war etwas zu hoch angesetzt. Ein Verteidiger blockte ihn. Nach einer halben Stunde endete der Ausflug in die neue Welt mit dem Schlusspfiff.

Bacher trainiert seit April regelmäßig mit den Profis

Seit Anfang April trainiert er regelmäßig mit den Profis – erst in Vierergruppen, dann mit dem gesamten Team. Mit dem Jugendfußball könne man das nicht mehr vergleichen. Körperbetonter, schneller geht es zu. „So soll es sein“, findet Bacher. Mit 18 hat kein Fußballer ausgelernt. Bis 2021 läuft sein Fördervertrag in Haching. Der Klub hat ihm einen Job in Unterhaching verschafft, stellt ihm eine Wohnung. Nur kochen muss er selbst. „Nudeln krieg’ ich hin“, scherzt er. So schlecht dürften die Gerichte nicht schmecken – sein Vater ist Koch. Der Athletiktrainer hat Bacher in Sachen „Ernährung“ aufgeklärt und ihm den „perfekten Teller“, also eine Anleitung für Profisportler, aufgeschrieben. Der 18-Jährige arbeitet in vielen Bereichen an der Transformation zum Profi. Für welches (Hachinger) Team er nächste Saison aufläuft, ist noch ungeklärt. Drei Spiele stehen in der Dritten Liga noch aus. Bacher hofft auf einen weiteren Einsatz, eventuell im letzten Heimspiel gegen Jena nächsten Mittwoch. „Ich bin megahappy, wenn ich noch ein paar Minuten kriege.“  

(am)

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