Schromm verspricht echten Wettbewerb

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Seitt dem Cut im noch kühlen März läuft es für die SpVgg Unterhaching und Trainer Claus Schromm überhaupt nicht mehr. 

Die vor der Saison erwarteten Favoriten sind oben, und ebenfalls wie erwartet bleibt im Aufstiegsrennen der Dritten Liga bis zum letzten Spieltag eine Portion Spannung im Spiel. Die SpVgg Unterhaching ist am Samstag ab 14 Uhr mittendrin – allerdings nur noch in der Zuschauerrolle, was den Aufstieg angeht. Für das Team von Trainer Claus Schromm geht es lediglich um die Plätze zehn, elf oder zwölf in der Endabrechnung

Unterhaching – Die vor der Saison erwarteten Favoriten sind oben, und ebenfalls wie erwartet bleibt im Aufstiegsrennen der Dritten Liga bis zum letzten Spieltag eine Portion Spannung im Spiel. Die SpVgg Unterhaching ist am Samstag ab 14 Uhr mittendrin – allerdings nur noch in der Zuschauerrolle, was den Aufstieg angeht. Für das Team von Trainer Claus Schromm geht es lediglich um die Plätze zehn, elf oder zwölf in der Endabrechnung. „Das ist nicht wirklich mehr wichtig“, sagt der Coach. Gegner MSV Duisburg dagegen kann noch den Relegationsplatz erreichen, muss dafür aber gegen Haching unbedingt gewinnen und auf einen Ausrutscher des FC Ingolstadt hoffen.

Die SpVgg will im Alles-oder-nichts-Spiel für den Zweitliga-Absteiger, der lange Tabellenführer war und wie einer der sicheren Aufsteiger aussah, die Saison nicht nur austrudeln lassen, sondern vor allem „einen sportlichen Wettbewerb bieten. Das gebietet die Fairness gegenüber allen, die da vorne noch Chancen haben“, sagt Schromm. Daher alles so, als ginge es noch um etwas: Bester Kader nominiert, personell die erste Besetzung auf dem Platz, Vorbereitung sowie Anreise per Charterflug wie sonst auch. „Wir schmeißen alles rein“, verspricht Hachings Coach, „und vor allem wollen wir das, was wir immer wollen: Endlich mal wieder als Sieger vom Platz gehen.“

Das gelang den Hachingern lange nicht mehr, seit dem Corona-Re-Start in zehn Partien überhaupt erst einmal. Duisburg steht mit zwei Siegen in diesen zehn Spielen kaum besser da und büßte so die Pole Position im Aufstiegsrennen ein. „Der Gegner muss zwingend gewinnen“, sieht Schromm dennoch einen kleinen Vorteil auf Unterhachinger Seite. Dass sein Team zuletzt auch gegen Schlusslicht Jena nicht über ein Unentschieden hinauskam, sollte dabei kein Fingerzeig sein: „Das war etwas ganz anderes, Jena war schon durch, wir auch. Jetzt herrscht schon eine ganz andere Spannung, wenn man im Aufstiegskampf noch eine Rolle spielt.“

Dass die SpVgg Unterhaching auch dem Nachbarn TSV 1860 noch zum Relegationsplatz verhelfen könnte, wenn sie Duisburg schlägt, die Löwen selbst das direkte Duell gegen Ingolstadt gewinnen und auch der dritte Konkurrent Rostock nicht gewinnt, ist ein spannender Nebeneffekt.

Da ist Schromm allerdings offiziell wertfrei, obwohl er bekanntermaßen selbst Mitglied bei den Löwen ist: „Wenn es Sechzig schafft, wäre es schön, andererseits hätten wir dann nächste Saison zwei tolle Derbys weniger. In denen haben wir allerdings diese Saison auch nicht gerade viele Punkte geholt. Entscheidend ist deswegen für uns nur, dass wir einen sportlichen Wettkampf liefern. Die anderen müssen ihre Hausaufgaben selber machen.“

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