SpVgg Unterhaching: Schmerzliche Erinnerungen an das Hinspiel gegen Münster

Es wird in Zeiten von durchgehenden Englischen Wochen bis zum geplanten Saisonende Anfang Juli ein kostbares Gut: Freie Tage für die Profi-Fußballer. Die Kicker der SpVgg Unterhaching durften vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (13 Uhr) bei Preußen Münster diesen Donnerstag noch einmal die Beine hochlegen.

Unterhaching –  Ein Tag mehr Pause als der Gegner bis zum nächsten Spiel könnte ebenfalls ein wertvoller Pluspunkt sein. Am Tabellenstand in der Dritten Liga kann man dagegen wohl kaum einen Vorteil für die Hachinger herauslesen. Obwohl der Tabellen-Zweite beim 18. antritt, ein Team im Aufstiegskampf gegen einen Abstiegskandidaten.

Der konnte allerdings den Re-Start als durchaus vielversprechend im Abstiegskampf verbuchen. Münster gewann zum Auftakt gegen Halle überzeugend mit 4:2 und verlor am Mittwoch beim Rückrunden-Primus FC Bayern II nach starker Vorstellung erst durch einen späten Treffer in der 88. Minute 2:3. „Münster hat sich definitiv noch nicht aufgegeben“, weiß auch Hachings Trainer Claus Schromm, „und ist sehr gut in die Phase nach Corona gestartet.“ Und mit der gleichen Punktzahl wie die SpVgg, die nach dem 2:0 zum Auftakt in Großaspach eine 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt kassierte.

Der eine Tag mehr Regenerationszeit plus das Wegfallen der zweitägigen Reisestrapazen durch einen Charterflug am Sonntag könnte also den Hachingern nützen. Preußen-Coach Sascha Hildmann hat bereits eine Rotation in seiner Mannschaft angekündigt, was die Vorbereitung auf den Gegner für Schromm nicht einfacher macht. Auch er muss zumindest zwei Spieler ersetzen, allerdings aus einem anderen Grund. Kapitän Dominik Stahl fehlt gelbgesperrt, Stürmer Stephan Hain verletzungsbedingt (wir berichteten). „Wir hoffen, dass wir das kompensieren können“, so Schromm. Ansonsten hält er noch keine Pausen für nötig: „Wir haben wenige Spieler, die beide Spiele komplett 90 Minuten durchgezogen haben und wir konnten auch noch gut regenerieren.“ Max Dombrowka wird nach abgesessener Gelbsperre für Paul Grauschopf in die Viererkette zurückkehren, Dominik Stroh-Engel Hain im Sturmzentrum ersetzen.

Mit Preußen Münster hat die SpVgg auch „noch eine Rechnung offen“, wie Schromm betont. Im Hinspiel, als die Hachinger gerade an der Tabellenspitze der Dritten Liga thronten, kassierten sie gegen den auch damals schon auf den Abstiegsplätzen notierten Gegner zu Hause einen schmerzlichen Punktverlust. Nach 2:0-Führung schlug Münster noch zurück und entführte mit 2:2 einen Zähler aus dem Sportpark.

Einen Neuzugang für die kommende Spielzeit präsentierte die SpVgg gestern auch schon – und wenig überraschend setzen die Hachinger auf ein weiteres junges Talent aus der Region. Offensivspieler Julien Richter kommt ablösefrei vom Regionalligisten Wacker Burghausen, der 21-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2023. „Wir waren schon sehr lange in Kontakt“, verriet Schromm gestern, „jetzt haben wir sehr früh den Deckel drauf gemacht. Julien hat etwas Freches in seinem Spiel mit drin, das können wir gut gebrauchen.“ „Es freut uns, ein weiteres Top-Talent aus der Region verpflichtet zu haben“, sagt Präsident Manfred Schwabl. „Der Weg, auf junge bayerische Spieler und auf unsere eigene Jugend aus dem Nachwuchsleistungszentrum zu setzen, wird weiterhin die Identität und Philosophie der SpVgg sein.“

SpVgg: Mantl – Schwabl, Winkler, Greger, Dombrowka – Hufnagel, Fuchs – Heinrich, Bigalke – Schröter, Stroh-Engel.

Rubriklistenbild: © SpVgg Unterh aching

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare