„Uns verbindet die Bodenständigkeit“

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Wollen Haching zusammen nach vorne bringen; (v.l.): Präsident Manfred Schwabl, Christian Gaisböck, Geschäftsführer des Sponsors Deutsche Saatgut und Vize Peter Wagstyl.

Seit Ende September ist das Unternehmen „Deutsche Saatgut“ Trikotsponsor der SpVgg Unterhaching. Sportlich läuft es seitdem prächtig für den Verein: Drei Spiele, drei Siege. Wie Unterhaching mit dem Landwirtschaftsunternehmen zusammenpasst, erzählt Inhaber und Geschäftsführer der „MFG Deusche Saatgut“, Christian Gaisböck (44), im Interview.

Unterhaching - Sportlich lief es in den vergangen Wochen gut für Unterhaching. Wie haben sie als frischegebackner Sponsor die sportliche Leistung erlebt?

Wir fiebern und zittern als Sponsor natürlich mit. Das erste gemeinsame Spiel, der Sieg gegen Ingolstadt, war dann hochemotional. Aber mal sehen, was die Saison bringt.

Sind sie eigentlich selbst Haching-Fan?

Mittlerweile ja. Davor eher nicht, das liegt daran, dass ich leidenschaftlicher Anhänger von 1860 München bin. Doch bei unserer Partnerschaft wollen wir das Sinnvolle über die Emotionen stellen – und ich freue mich riesig auf die Spielvereinigung.

Wie ist die Partnerschaft dann überhaupt zustande gekommen?

Über einen Bekannten ist der Kontakt zwischen Manfred Schwabl (Präsident der SpVgg Unterhaching; die Red.) und uns hergestellt worden. Wir haben dann geschaut, ob es von der gemeinsamen Philosophie her passt. Über das Thema Bodenständigkeit haben wir sofort einen Draht zueinander gefunden. Das geht zum Beispiel los bei einer gesunden Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Das ist sowohl unserem Unternehmen als auch dem Verein sehr wichtig.

In einem Video sagen sie, sie wollen gemeinsam Haching auch sportlich voranbringen. Wie wollen Sie das machen?

Wir als Sponsor können natürlich nur Leistung und Mittel, zum Beispiel Geld, zur Verfügung stellen – und damit den sportlichen Erfolg unterstützen. Um welche Mittel es hier geht, möchte ich jedoch nicht verraten. Wir möchten aber über den Zweijahresvertrag hinaus mit Haching gemeinsame Wege gehen.

Vielleicht könne Sie aber verraten, ob Sie das Saatgut für den Rasen am Spielfeld sponsern?

Noch nicht, aber als wir vor drei Wochen den Rasen betreten haben, sagten wir sofort: Da müssen wir rein. Das ist eigentlich nicht unser Bereich, weil wir Saatgut für die Landwirtschaft herstellen. Im nächsten Jahr wollen wir aber auch beim Rasensaatgut aktiv werden.

Sie schreiben im Internen, dass sie als Sponsor erreichen wollen, dass die Landwirtschaft mehr Respekt erfährt. Wie kann Fußball dazu beitragen?

Mir ist es wichtig, dass sich Bürger durch die Partnerschaft ein Bild machen, was Landwirtschaft bedeutet. Mich haben nach dem ersten Spiel fünf Personen angerufen und mir erzählt, dass sie sich jetzt über Saatgut informiert hätten – uns erst richtig verstanden hätten, was das eigentlich bedeutet. So wollen wir nach und nach auch aufklären, was Landwirte alles leisten.



Das Gespräch führte
Julian Limmer.

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