SpVgg Unterhaching

„Athletikpläne für alle Spieler“

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Hat auch in Corona-Zeiten viel zu tun: Marc Unterberger, Cheftrainer des Nachwuchsleistungszentrums der SpVgg Unterhaching.

Im Teil-Lockdown  läuft auch das Training im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der SpVgg Unterhaching anders ab als gewohnt. Wir sprachen mit NLZ-Cheftrainer Marc Unterberger.

UnterhachingDie SpVgg Unterhaching legt sehr viel Wert auf ihre Jugendabteilung. So trägt die Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum auch jedes Jahr mehr Früchte. Zahlreiche Spieler des Drittliga-Kaders gingen aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) hervor. Die A-Junioren spielen in der Bayernliga um den Aufstieg in die Bundesliga, die B-Junioren spielen seit Jahren in der Bundesliga eine gute Rolle. Doch die Corona-Pandemie hat auch das Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Unterhaching schwer getroffen. getroffen. Florian Fussek sprach in seiner Rolle als Presseprecher der SpVgg für unsere Zeitung mit Marc Unterberger, dem Cheftrainer des NLZ.

Wie sieht derzeit der Tag im NLZ aus?

Insgesamt ist natürlich vor Ort weniger los. Aufgrund der aktuellen Situation dürfen ja nur unsere Fördervertragsspieler trainieren. Sie werden der Berufsgruppe der Fußballer zugerechnet. Derzeit sind es 35 Spieler, die viermal die Woche gemeinsam am Platz trainieren und von sieben Trainern betreut werden. Dazu kommen noch jeweils zwei Athletik- und Technikeinheiten, die auf jeden Spielern individuell abgestimmt sind. Komplett ruhig ist es hier also wirklich nicht.

Wie groß ist die Angst, dass die Spieler ihre Fitness über die Zeit verlieren?

Nachdem im Moment kein Wettkampf stattfinden kann, der die Hauptbelastung in der Woche darstellt, ist es natürlich schwierig, diesen eins zu eins im Training abzubilden. Jeder Spieler, angefangen bei der U12, hat einen Lauf- und Athletikplan bekommen. Das sind dann schon mindestens vier Einheiten in der Woche. Gerade von den älteren Spielern erwarten wir aber, dass sie auch selbständig an sich arbeiten und sich fit halten. Für die Jungs ist es ja leider nicht komplett neu, auch in der ersten Lockdown-Phase war viell Eigenverantwortung gefragt. In der Regel hat das auch super geklappt. Deswegen machen wir uns da jetzt nicht die ganz großen Sorgen.

Worauf kommt es jetzt für die Trainer an?

Für die Trainer ist es natürlich genauso schmerzhaft wie für die Spieler, dass man nicht gemeinsam auf dem Platz stehen kann. Es ist aber trotzdem wichtig, dass der Kontakt zu den Jungs regelmäßig bestehen bleibt. Da geht es dann nicht nur um das sportliche, sondern gerade auch um einen zwischenmenschlichen Kontakt. Ein Trainer kann für einen jungen Spieler eine sehr wichtige Bezugsperson sein. Deswegen sollte gerade in dieser für alle nicht ganz einfachen Zeit der Kontakt aufrecht erhalten bleiben.

Wie sieht dann so ein Corona-Training aus?

Wir haben mit den Spielern der ersten Mannschaft verschiedene Technikaufgaben auf Video aufgenommen, die die Jungs trainieren können. Dazu kommen regelmäßige virtuelle Meetings, mit etwa Yoga und Athletiktraining. Wir sorgen schon dafür, dass unseren Spielern nicht langweilig wird (lacht).

Wie sieht das Zwischenfazit der Hachinger Jugendmannschaften aus?

Insgesamt positiv. Aktuell haben wir wieder einige Spieler im Profi-Training bei Arie van Lent dabei. Auch die Ergebnisse der meisten stimmen bislang. Unsere U16 und unsere U19 sind derzeit erster in ihrer Liga. Einen Ausreißer nach unten gibt es zum Glück nicht. Auch die U15, die einen holprigen Start erwischte, hat sich sehr zu unserer Freude ins Mittelfeld gepunktet.

Werfen wir einen Blick auf die von Ihnen trainierte U17. Mit fünf Punkten aus fünf Spielen steht sie auf dem elftem Platz. Zufrieden?

Es ist okay. Wir hatten aber Spiele, in denen wir deutlich besser hätten spielen können. Auf der anderen Seite haben wir Punkte in Partien geholt, die wir auch verlieren hätten können. Von dem her passt die Ausbeute, sie ist aber definitiv noch ausbaufähig.  mm

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