Marcel Sieghart will Profi werden

Sieghart-Bruder: Über den FCB und die SpVgg „in die Bundesliga“

Marcel Sieghart trainierte während der Pandemie alleine auf dem Rasen. 
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Marcel Sieghart trainierte während der Pandemie alleine auf dem Rasen. 

Alexander Sieghart will Profi werden und in die erste oder zweite Bundesliga. Doch auch Thailand ist ein attraktives Ziel, zumal sein Bruder Alexander dort Profi ist. 

Fürstenfeldbruck – Profifußballer zu werden ist der Traum von vielen jugendlichen Kickern. So auch vom18-jährigen Marcel Sieghart. Der gebürtige Brucker möchte eines Tages den Sprung nach ganz oben schaffen. Derzeit kickt das Talent in der U19-Bayernliga-Elf der SpVgg Unterhaching.

Dem 18-Jährigen ist bewusst, dass der Weg zum Fußballprofi steinig ist und neben eiserner Disziplin und Durchsetzungsvermögen vor allem die Bereitschaft verlangt, auf vieles zu verzichten. Daneben gehört eine gehörige Portion Glück dazu, wie beispielsweise nicht durch schwere Verletzungen in der sportlichen Entwicklung zurückgeworfen zu werden. Neben dem Talent, dasMarcel Sieghart zweifellos besitzt, ist darüber hinaus aber auch unermüdlicher Fleiß unabdingbar. Das weiß auch der junge Brucker, der im Sommer 2020 erst einmal sein Fachabitur an der FOS ablegte und im September eine Ausbildung als Fertigungsmechaniker bei BMW begann.

Marcel Sieghart trainiert alleine wegen Corona

Nachdem seit Mitte November die Saison bis auf weiteres wegen des Corona-Lockdowns unterbrochen ist, hält sich Sieghart zu Hause fit. Vier- bis fünfmal pro Woche spult er einsam, aber mit professioneller Einstellung und hoher Anstrengungsbereitschaft ein Trainingsprogramm ab, das ihm der Verein für die Coronapause mitgegeben hat.

Sein bisheriger sportlicher Werdegang weist erstaunlich viele Parallelen zu dem seines acht Jahre älteren Bruders Alexander auf. Das überrascht aber nicht, wenn man den Weg der Brüder verfolgt. Für beide war Papa Stefan der erste Trainer beimTSV Wes t. Abgesehen von zwei Jahren bei 1860 München (U14/15) verliefen die nächsten Stationen von Marcel wie bei Alexander. Über den SC Fürstenfeldbruck und dann den FC Bayern München landete auch Marcel am Ende wie Alexander bei derSpVgg Unterhaching.

Sieghart: „Ich will in die erste oder zweite Bundesliga“

Der 26-jährige Bruder spielt inzwischen seit 2016 in Thailand als Profi, aktuell in der höchsten thailändischen Liga, der Thai-Premiere-League. „Ich aber träume davon, eines Tages in der ersten oder zweiten Bundesliga zu spielen“, sagt Marcel. Vorrangig will er aber erst einmal das zweite Jahr in der U 19 in Unterhaching zu Ende spielen und da auf sich aufmerksam machen, um den Sprung in den Profi-Kader der ersten Mannschaft zu schaffen.

Marcel Sieghart sielt in der U19 der SpVgg Unterhaching. 

Das wird Unterhachings Präsident Manni Schwabl gern hören, denn das ist ganz im Sinne der Vereinsführung, wie Schwabl erst unlängst in einem Interview ankündigte. Zukünftig will der Drittligist komplett auf den eigenen Nachwuchs bauen. „80 Prozent des Profikaders möchte ich ab der Saison 2022/23 aus dem eigenen Stall haben.“ Da darf sich auch ein Marcel Sieghart berechtigte Hoffnungen machen, denn das Zeug dazu hat der ehrgeizige Youngster zweifellos.

Drei Bänderrisse am linken Fuß haben ihn in seiner jungen Karriere immer wieder in seiner sportlichen Entwicklung zurück geworfen. Dennoch hat er sich dadurch nicht entmutigen lassen, sondern hat, von einem starkem Willen beseelt, sein Ziel nie aus den Augen verloren.

Marcel Sieghart: Auch in Thailand wird er beobachtet

Auch in Thailand ist man schon auf das bayerische Talent aufmerksam geworden, nicht zuletzt durch seinen Bruder. „Aber die beobachten auch so den europäischen Markt, vor allem nach Spielern mit thailändischen Wurzeln“, sagt Sieghart. Der thailändische Verband hatte dem 18-jährigen, der sich auf dem Platz sowohl im Zentrum als auch auf den Flügeln wohlfühlt, eine Einladung zu einem U19-Lehrgang geschickt. Doch da kam Corona dazwischen. Durch seine thailändische Mutter hat Marcel Anspruch auf den thailändischen Pass. Den hätte er zuvor bei seinem Besuch auf dem Konsulat in Bangkok beantragen sollen.

(Dieter Metzler)

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