Der nächste Nackenschlag

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Niclas Anspach macht sich auf und davon. Dennoch reichte es für Haching trotzt Überzahl wieder nicht zum Sieg.

Die SpVgg Unterhaching taumelt weiterhin dem Abstieg in die Regionalliga entgegen.

UnterhachingDie SpVgg Unterhaching taumelt weiterhin dem Abstieg in die Regionalliga entgegen. Die Hachinger kamen im Gastspiel bei Viktoria Köln zwar zu einem 1:1 (wir berichteten im überregionalen Sportteil), konnten aber mit nunmehr 25 Punkten am Tabellenende kaum Boden gutmachen. Aus den 15 Spielen in diesem Jahr holte das Team von Trainer Arie van Lent lediglich fünf Punkte. Der Rückstand auf den Vorletzten, den VfB Lübeck, beträgt vier Punkte, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz acht Zähler. Da ist in den letzten acht Saisonspielen nichts mehr zu machen, außer es geschieht ein Wunder.

Nicolas Anspach brachte die Gäste in der 40. Minute mit 1:0 in Führung, ehe Michael Schultz in der 86. Minute für die Viktoria in Unterzahl zum 1:1 ausglich. Zuvor hatte Kölns Timmy Thiele (75.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen.

Das Spiel fand bei widrigsten Wetterbedingungen statt, ab der 59. Minute wurde auf einer leichten Schneedecke mit einem roten Ball gespielt. Trainer Arie van Lent hatte versucht, die Offensibe zu stäerken, und so standen mit Stephan Hain und Patrick Hasenhüttl zwei echte Stürmer in der Startelf.

„Aaach“, seufzte von Lent nach dem Schlusspfiff. „Irgendwie haben wir gehofft, das Ergebnis über die Bühne zu bringen. Aber ich weiß, wenn die Bälle dann dauernd hinten reinfliegen... Und Standards sind bei uns sowieso immer ein schlechtes Omen. Am Ende fühlt sich das dann wie eine Niederlage an. Obwohl wir es ganz ordentlich gemacht haben.“ Van Lents Standarsatz durfte auch in Köln nicht fehlen. Zur schwachen Chancenauswertung sagte Hachings Cheftrainer, der nicht abgeneigt ist, die Mannschaft auch in der kommenden Saison im Amateurlager zu betreuen: „Wir hatten die Riesenmöglichkeiten, das 2:0 zu machen. Das haben wir versäumt.“

Niclas Anspach, Schütze von Hachings Führungstreffer war so deprimiert, dass er glaubte, Haching habe das Spiel verloren: „Ich bin total leer. Es gab überhaupt keinen Grund, dieses Spiel zu verlieren. Wir bestimmen es, über die komplette Spielzeit. Und dann kassieren wir wieder ein dummes Standardtor. wie jedes Mal eigentlich. Sicher war das ein Nackenschlag.“

„Die letzte Chance für den Gegner“, hatte Viktoria Kölns Trainer Olaf Janßen vor dem Spiel gewarnt: „Ich bin glücklich über das Spiel am Ende. Leider haben wir am Anfang viel zu viele Torchancen liegen lassen und dann wird man fast bestraft. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir das Spiel drehen wollen, mit allem, was wir dann auch gemacht haben.“

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