Ein Kommentar zum Re-Start des deutschen Profi-Fußballs

Der Profi-Fußball hat hart dafür gekämpft, die Saison zu Ende zu bringen

Ein Kommentar zum Re-Start des deutschen Profi-Fußballs
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„Der Profi-Fußball hat hart dafür gekämpft, die Saison zu Ende zu bringen“

Die 1. und 2. Bundesliga starten am Wochenende wieder den Ligabetrieb. Auch in der 3. Liga spricht derzeit vieles für den Re-Start. Robert Gasser kommentiert das Geschehen im deutschen Profi-Fußballs.

Jetzt spricht also sehr vieles für einen Re-Start der 3. Liga – und das ist gut so. Klar fragen sich viele, warum die Fußball-Profs spielen dürfen und die Kinder nicht. Klar ist es auf den ersten Blick unverständlich, dass in den Profi-Ligen der Ball rollt, wir Freizeitsportler aber immer noch nur wenig machen können. Fitnessstudios etwa haben noch komplett zu. Und das ist wohl auch richtig so.

Und doch ist der Profi-Sport nun mal etwas Anderes. Die Vereine und ihre unzähligen Mitarbeiter gehen ihrem Geschäft nach. So wie wir auch zur Arbeit gehen oder eben im Homeoffice bleiben. Die meisten anderen Wirtschaftszweige laufen auch weiter, wenn auch in eingeschränkter Form. Die Gastronomie beispielsweise öffnet am 25. Mai wieder ihre Türen – wenn auch mit wenig Gästen. Der Fußball hat gar keine Gäste, sprich Zuschauer. Und das ist in diesen Zeiten auch selbstverständlich.

Der deutsche Profi-Fußball hat hart dafür gekämpft, die Saison zu Ende zu bringen

Der deutsche Profi-Fußball hat hart dafür gekämpft, die Saison irgendwie und wohl auch mehr schlecht als recht zuende zu bringen. Und er hat damit auch nicht mehr als seine Pflicht erfüllt. Seine Pflicht gegenüber all seinen Angestellten außerhalb des Platzes, gegenüber seinen Spielern, von denen – und das wird oft übersehen – die wenigsten Großverdiener sind. Und seine Verantwortung gegenüber allen, die vom Fußball leben, sei es der Bratwurst-Verkäufer, der Sicherheitsmann oder auch der Busfahrer, der die Fans zum Auswärtsspiel fährt -– irgendwann werden wieder Zuschauer im Stadion sein. Es gäbe hier unzählige Beispiele. Und die Vereine haben auch eine Verpflichtung gegenüber ihren Sponsoren, die viel Geld in den Profi-Fußball pumpen und sich dabei ja auch positive Effekte erhoffen. Der Fußball hätte nicht so einfach sagen können: Wir beenden die Saison einfach. Die Folgen wären unabsehbar gewesen – für so manchen Verein das Ende des Spitzenfußballs.

Ein Kommentar von Robert Gasser.

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