Haching endgültig im Abstiegskampf angekommen

Kapitän Schwabl: „Wer Ernst nicht erkennt, soll Spielerpass abgeben“

Schwer frustriert: Kapitän Markus Schwabl.
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Schwer frustriert: Kapitän Markus Schwabl.

Der Ton bei der SpVgg Unterhaching wird rauer. Nach dem sechsten Spiel ohne Sieg werden die Abstiegssorgen bei Arie van Lent und seiner Mannschaft immer größer.

  • Auch im fünften Anlauf im Jahr 2021 ist der SpVgg Unterhaching in der 3. Liga kein Sieg gelungen. 
  • Der Vorsprung in der Tabelle auf den nächsten Gegner und Letzten VfB Lübeck beträgt nur noch vier Punkte. 
  • Kapitän Markus  Schwabl schlägt nach der 1:2-Pleite gegen den FSV Zwickau Alarm.

Unterhaching – Die Talfahrt der SpVgg Unterhaching ging auch beim Start in die Rückrunde weiter: Das Team von Trainer Arie van Lent verlor sein Heimspiel gegen den FSV Zwickau mit 1:2 (1:1). Nach der bitteren Pleite im Sportpark platzte Kapitän Markus Schwabl der Kragen. „Wir sind im Abstiegskampf“, polterte der Sohn des Präsidenten Manni Schwabl: „Wer den Ernst der Lage nicht erkannt hat, der soll seinen Spielerpass abgeben.“ Aus den letzten sechs Partien holte die SpVgg nur zwei Punkte.

SpVgg Unterhaching: Früher Schock gegen FSV Zwickau durch Dustin Wilms

Wegen der Belastung durch die vielen Englischen Wochen hatte van Lent seine Startformation wieder einmal geändert, auch weil Torjäger Patrick Hasenhüttl verletzt fehlte. Drittligist-Rekordspieler Robert Müller (332 Einsätze) rückte als Abräumer vor die Abwehr, Felix Schröter ersetzte Hasenhüttl in der Sturmspitze.

Zwickau ging früh in Führung. Bereits in der vierten Minute traf Dustin Willms zum 0:1. Die Hachinger zeigten sich nicht geschockt, antworteten mit gelungenen Angriffen. Schwabl, Schröter und Turtschan fehlte nur ein bisschen Schussglück. In der 40. Minute folgte dann der verdiente Ausgleich: Lucas Hufnagel veredelte eine schöne Kombination über mehrere Stationen.

SpVgg Unterhaching: Trainer Arie van Lent mit Durchhalteparolen vor Kellerduell gegen VfB Lübeck

Nach dem Seitenwechsel nutzten die abgezockten Sachsen einen Fehler in der Defensivabteilung der Gastgeber zum 1:2 (Morris Schröter, 63). Van Lent setzte danach alles auf eine Karte, wechselte noch die Angreifer Luca Marseiller und Dominik Stroh-Engel ein. Die Hachinger schnürten die Sachsen in der Schlussphase ein, doch es fehlte die letzte Konzentration im Abschluss, um wenigstens noch zum Ausgleich zu kommen.

„Der schnelle Rückstand war natürlich schlecht für uns. Der Ausgleich war dann total verdient. Wir hätten uns mit dem zweiten Tor belohnen müssen. Die Niederlage ist bitter, aber wir müssen dranbleiben“, sagte van Lent mit dem Blick auf die Partie am Mittwoch bei Aufsteiger Lübeck

(KLAUS KIRSCHNER)

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