SpVgg Unterhaching: Verschärftes Sturmproblem

Hasenhüttl unters Messer, Hain weiterhin außer Gefecht

Patrick Hasenhüttl macht im Krankenhausbett die Daumen-hoch-Geste.
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Daumen hoch nach der Knie-OP: Patrick Hasenhüttl blickt schon wieder nach vorne.

Nur zwei Drittligisten über dem gefürchteten Abstiegsstrich haben weniger Tore geschossen als die SpVgg Unterhaching. Bitter für den Tabellen-17.: Nach dem Langzeitverletzten Stephan Hain, 32, fällt nun auch Stürmer Patrick Hasenhüttl, 23, länger aus. Der beste Saisontorschütze wurde am Meniskus operiert.

  • Hachings-Bilanz im neuen Jahr: Acht Spiele, ein Unentschieden, kein Sieg.
  • Hasenhüttl hat vier Spiele 2021 verpasst - mindestens so viele kommen noch mal dazu.
  • Stephan Hain, der andere am Knie verletzte Stürmer, bestritt sein letztes Spiel im Juni.

Angesprochen auf die tabellarische Talfahrt der SpVgg Unterhaching hat Präsident Manni Schwabl schon vor zwei Wochen eine Erklärung angedeutet. „Es ist kein Geheimnis, dass wir im Sturm ein bisschen nicht so gefährlich sind“, sagte Schwabl, was harmlos klang und dem Problem nicht ganz gerecht wurde. Die Wahrheit sieht nämlich so aus: Von allen Drittligisten, die über dem gefürchteten Abstiegsstrich stehen, haben nur zwei Teams weniger Tore geschossen als Schwabls 24 Mal erfolgreiche SpVgg: die beiden Insolvenzclubs Uerdingen (17) und Kaiserslautern (22).

Ich weiß nicht, ob er’s noch mal packt. Für uns wäre das brutal, denn genau der fehlt uns jetzt.

Haching-Präsident Manni Schwabl über den dauerverletzten Stephan Hain.

Seither sind zur schlechten Hachinger Startbilanz 2021 (ein Punkt) zwei Niederlagen dazugekommen. Zuletzt in Meppen, beim 2:3, gab es immerhin zwei Tore (durch Marseiler und Stroh-Engels Elfmeter). Doch wie das so ist, wenn’s einfach gar nicht läuft: Rückschläge sind quasi an der Tagesordnung. Die gestrige Hiobsbotschaft aus der medizinischen Abteilung der Rot-Blauen ist so ein Rückschlag. Patrick Hasenhüttl, 23, meldete die Pressestelle, wurde am Meniskus operiert und fällt weitere vier, fünf Wochen aus. Zu den vier Spielen, die Hachings bester Torschütze (fünf Treffer) 2021 versäumt hat, kommen also mindestens genauso viele hinzu.

Kommt er noch mal auf die Beine? Hachings Torjäger-Oldie Stephan Hain.

Hasenhüttls Ausfall trifft Haching hart, denn auch beim Torjäger vom Dienst, Stephan Hain, 32, sieht es nicht gut aus. Bezüglich Hains hartnäckigem Verletzungspech (letzter Einsatz im Juni) sagte Schwabl schon Ende Januar: „Stephan ist ein Top-Profi. Er kämpft ohne Ende um sein Comeback. Er schmeißt alles rein, aber manchmal hat man das Gefühl, dass sein Körper vielleicht die Oberhand hat.“ Schwabls Prognose, Hains Knie betreffend: „Ich weiß nicht, ob er’s noch mal packt. Für uns wäre das brutal, denn genau der fehlt uns jetzt.“ Neben Hasenhüttl, seinem neun Jahre jüngeren Torjägerkollegen und designierten Nachfolger.

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