Fußball - 3. Liga

Doch keine Zuschauer im Sportpark

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Auch die heute Drittliga-Partie der SpVgg Unterhaching gegen den VfB Lübeck wird wieder ein Geisterspiel. 

Die Nachricht machte gestren Vormittag die Rund und hat die Fans der SpVgg Unterhaching getroffen wie ein Keulenschlag. Zum erstenmal seit über einem halben Jahr hätte die Hachinger heute gegen den Vfb Lübeck (Anstoß: 20 Uhr) wieder ein Heimspiel vor Zuschauern austragen dürfen. Doch daraus wird nun  doch nichts.

Unterhaching–  Nach Angaben des Drittligisten sprach das Landratsamt München am Donnerstag aufgrund steigender Corona-Zahlen im Landkreis die „dringende Empfehlung“ aus, die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen zu lassen. Dem kommt die SpVgg Unterhaching nun nach. „Nach diesem Hinweis unserer ansässigen Gesundheitsbehörde war es für uns die einzig logische Konsequenz, ohne Zuschauer zu spielen“, sagt Präsident Manfred Schwabl. „Natürlich hatten wir uns auf die langersehnte Rückkehr und Unterstützung unserer Fans gefreut. Auf der anderen Seite haben wir in in den letzten Monaten immer ganz klar betont, dass die Gesundheit über Allem steht und am Ende immer die Politik das letzte Wort haben muss. Wenn die aktuelle Situation ein Spiel mit Zuschauern nicht zulässt, dann akzeptieren wir dies natürlich.“

Allein nach den aktuellen Inzidenz-Werten in Unterhaching (22,6 im Landkreis München) und den angrenzenden Landkreisen hätte die Partie heute Abend aber vor Zuschauern stattfinden können.

Zur Erklärung: Zwar liegt der Wert in München als angrenzender Landkreis mit Stand von Donnerstag bei 45,1 – und damit über der Grenze von 35 – insgesamt bewegen sich die Zahlen für die angrenzenden Landkreise aber unterhalb der kritischen Marke.

Der TSV 1860 München und Türkgücü München dürften die Nachricht aus der Vorstadt derweil wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Schließlich schien es bis zuletzt so, als dürfte die SpVgg Unterhaching an diesem Spieltag im Gegensatz zu den Löwen und Aufsteiger Türkgücü ((gegen den 1. FC Kaiserslautern im ersten Drittliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte) vor Zuschauern spielen – und das, obwohl zwischen dem Hachinger Sportpark und dem Grünwalder Stadion gerade mal rund fünf Kilometer Luftlinie liegen. Nun müssen alle drei Vereine vor leeren Rängen antreten.

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