Van Lent und Kapitän Schwabl kämpferisch

„Wir leben noch“ - Haching schöpft nach Sieg gegen Dresden neuen Mut

Na also, geht doch! Arie van Lent und die Hachinger haben den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf sechs Zähler verkürzt.
+
Na also, geht doch! Arie van Lent und die Hachinger haben den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf sechs Zähler verkürzt.

Die SpVgg Unterhaching hat ein Ausrufzeichen gesetzt. Der Tabellenletzte setzte sich am Sonntag mit 2:0 gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden durch.

Unterhaching – Der Sensation auf dem Rasen folgten die Kampfansagen am Mikro. Derweil sich Präsident Manni Schwabl kaum retten konnte vor Umarmungen, deutete Arie van Lent den sensationellen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Dynamo Dresden als Trendwende. „Das gibt uns viel Optimismus für die letzten Spiele“, sagte Hachings Coach und folgerte: „Wir leben noch!“ So sieht das auch Markus Schwabl, der Kapitän der SpVgg. „Abgeschrieben habe ich uns noch nicht“, sagte der Sohn des Präsidenten bei „MagentaSport“.

In der ersten Hälfte gab der Ligakrösus zunächst den Ton an und drängte auf das Hachinger Tor. Nach der ersten Großchance des Spiels von Hachings Moritz Heinrich (8.) kamen die Sachsen zu zwei guten Einschussmöglichkeiten durch Marvin Stefaniak, die SpVgg-Keeper Jo Coppens mit zwei starken Paraden vereitelte (15., 22.). 

SpVgg Unterhaching: Vorlagenkönig Markus Schwabl legt für Torjäger Stephan Hain auf

Mit Ausnahme eines gefährlichen Drehschusses von Hachings Routinier Stephan Hain (19.) verbuchte Dynamo mehr Spielanteile, agierte aber zu umständlich. Das sorgte nicht nur für die Verlängerung der Dresdner Torflaute von vorausgegangenen 348 Minuten ohne eigenen Treffer. Sondern dadurch kamen die Hachinger zu ihren Kontermöglichkeiten.

Und der Tabellenletzte der 3. Liga nutzte seine Chance in Person von zwei Routiniers: Kapitän Schwabl, 30, flankte vom rechten Flügel ins Zentrum zum lange verletzt gewesenen Hain, 32, der per Kopfball zur überraschenden 1:0-Führung traf (40.).

SpVgg Unterhaching: Christoph Greger verwandelt Hanelfmeter zum 2:0-Endstand gegen Dynamo Dresden

Dieses Tor verstärkte die Unsicherheit der favorisierten Dresdner. Die Hachinger auf der Gegenseite wirkten selbstbewusst und spielten munter nach vorne. Niclas Anspach wäre bei einem schnellen Vorstoß sogar fast das zweite Tor gelungen (45.). Nach dem Seitenwechsel verlagerten sich die Spielanteile mit zunehmender Dauer in Richtung der weiterhin auf Konter lauernden Heimelf.

Die defensive Taktik zahlte sich wenig später abermals aus. Hachings Linksverteidiger Jannis Turtschan holte im Zweikampf mit Ransford-Yeboah Königsdörffer einen Foulelfmeter heraus, den Christoph Greger zum 2:0 vollendete (57.).

Nachdem weder die verunsicherten und resignierenden Gäste noch Patrick Hasenhüttl per Volleyschuss (78.) trafen, war der Hachinger 2:0-Sieg perfekt.

(kik, rmf)

Auch interessant

Kommentare