Haching zeigt  den üblichen bemühten Auftritt mit knapper Niederlage

SpVgg Unterhaching: Für Stimmung sorgen nur die Rostocker Fans

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Leere Hände, Teil 24: Hachings Präsident Manfred Schwabl beim vorerst letzten Drittliga-Spiel im Sportpark.

Auch in ihrem Drittliga-Abschiedsspiel im eigenen Stadion blieb die SpVgg Unterhaching ohne Punkte und zeigte ihr bekanntes Gesicht: Ein lange bemühter Auftritt, ohne aber in der Offensive zwingend genug zu sein, am Ende eine knappe, aber doch verdiente Niederlage.

Unterhaching–  Mit dem 0:1 gegen Hansa Rostock verabschiedeten sich die Hachinger für zumindest ein Jahr vom Profifußball im Sportpark. „Alles beim Alten“, kommentierte Trainer Arie van Lent. Die Anzeichen verdichten sich, dass es auch sein letztes Heimspiel war. Nach einer glücklosen Saison ist seine Zukunft bei der SpVgg weiter ungewiss.

Die Unterhachinger bauten mit der 24. Niederlage im 37. Saisonspiel ihre verheerende Bilanz dieser Spielzeit noch weiter aus. Neun Punkte Rückstand beträgt der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz, das belegt eindrucksvoll die mangelnde Qualität der Mannschaft. Sollte der ebenfalls bereits abgestiegene Liga-Neuling VfB Lübeck heute einen Punkt gegen Zwickau holen, wäre für die SpVgg sogar der letzte Tabellenplatz schon vor dem letzten Spieltag zementiert. Am Pfingstsamstag geht es für van Lents Team zum Saisonfinale zum 1. FC Magdeburg, der am Samstag zwar gegen Uerdingen verlor, mit davor elf Spielen ohne Niederlage und dabei neun Siegen eine der besten Rückrundenmannschaften ist.

Das Chancenverhältnis am Samstag war im Sportpark durchaus ausgeglichen – zumindest in der ersten Halbzeit. Doch Hachings Möglichkeiten waren im Abschluss dann eben doch eher harmlos, die Gäste von der Ostsee agierten in der Offensive wesentlich zwingender und trafen. Der Flachschuss von Türpitz aus 15 Metern in der 25. Minute saß, es war bereits das Siegtor. Frenetisch bejubelt von einigen hundert Rostocker Fans, die außerhalb des Stadions am Zaun für Stimmung sorgten (siehe auch Seite 29). Omladic (4.) und Türpitz (12.) hatten schon zuvor Hansas Ambitionen untermauert, mit einem Sieg in Unterhaching einen riesengroßen Schritt Richtung Zweite Liga zu machen. Eine Einzelaktion von Stephan Hain (17.), ein Kopfball von Moritz Heinrich (28.) und ein Drehschuss von Hain nach Flanke von Markus Schwabl (45.) blieben eher halbe Chancen.

Im zweiten Durchgang mühte sich die SpVgg zwar weiter, Rostock verwaltete den knappen Vorsprung aber abgeklärt, ohne selbst noch mit dem letzten Zug nach vorne zu spielen. Als Omladic in der 77. Minute knapp übers Hachinger Tor schoss, war dies die einzige gefährliche Szene. Auf der Gegenseite stolperten die Platzherren zwar mehrmals in den gegnerischen Strafraum. Einmal wurde Hain aber im letzten Moment gestoppt, Niclas Anspach schoss zweimal seinen eigenen Stürmer an.

„In gewissen Situationen sind wir zu grün“, sagt van Lent und spulte nach dem Spiel das altbekannte Fazit ab: „In der zweiten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht und auch viel Druck entwickelt, aber zwingend nach vorne war es nicht. Das ist schon lange unser Manko. Wir waren nach der Pause spielbestimmend, aber im letzten Drittel nicht gefährlich genug. Unterm Strich haben wir verdient verloren.“

Letztlich zeigte auch das Spiel gegen Rostock, dass die Qualität der Unterhachinger nicht für die Dritte Liga reicht. Ob in Magdeburg am Samstag noch genug Motivation übrig ist, für einen Saisonabschluss ohne weitere Niederlage zu sorgen, ist fraglich. Versöhnlich wäre er ohnehin nicht mehr, dazu ist die Saisonbilanz bereits jetzt viel zu schlecht.

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