SpVgg Unterhaching: Stotterstart in Aubstadt

Dieser Appetithappen schmeckt Sandro Wagner nur teilweise

Ein Sieg zum Start - davon hatten alle Hachinger geträumt. Nach dem 0:0 in Aubstadt muss Sandro Wagner aber erkennen: Der Weg zurück in die 3. Liga ist weit.

Aller Anfang ist schwer – auch für einen ehemaligen Nationalspieler, der sein erstes Spiel in der Regionalliga kommentieren muss. Als wäre das 0:0 beim fränkischen Dorfverein Aubstadt nicht ernüchternd genug gewesen für Hachings Trainer Sandro Wagner, war danach auch die Pressekonferenz, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Kein Podium, keine Sponsorenwand – in der 4. Liga ist Improvisation gefragt.

Eine Bierbank wurde auf den Aubstädter Rasen geschleppt. Wagner nahm darauf Platz, das Mikro in der Hand – und bemühte sich um eine Einordnung der für den Drittliga-Absteiger eher schmeichelhaften Nullnummer. Die Kernaussage des früheren Bundesligaprofis: „Es war ein ganz wichtiges Spiel für unsere Entwicklung. Für unsere junge Mannschaft war das sehr wertvoll – und auch für mich als junger Trainer.“

Vor ein paar Tagen glänzte Wagner noch als eloquenter EM-Experte. Nun war er als Diplomat gefragt, zog sich aber höchst professionell aus der Affäre. Einem Lob für das örtliche Publikum („sehr fair“) und das Team des Gegners („Riesenkompliment“) ließ er eine knackige Analyse folgen – ähnlich wie bei seinen Schalten im ZDF. Wagner: „Aubstadt hat unsere stärksten Leute aus dem Spiel genommen. Wir kamen kaum in gefährliche Räume und hatten keine guten Torabschlüsse. Natürlich hatten wir uns mehr vorgenommen, aber man darf auch nicht vergessen: Von 18 Spielern hatten wir elf U 19-Jungs dabei.“

Diese haben nun eine Ahnung, was in den restlichen 37 Saisonspielen auf den Topfavoriten zukommt. Wagner: „Alle zusammen sind wir sehr dankbar für dieses Erlebnis. Der Punkt ist gut und wichtig für uns.“

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