Mit frischem Selbstvertrauen gegen den FC Bayern 

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Zum letzten Mal in diesem Jahr läuft die SpVgg Unterhaching am Samstag im Sportpark auf.

Gerade hat die SpVgg Unterhaching in der Dritten Liga die Richtung nach oben eingeschlagen und einen Lauf mit zwei überzeugenden Siegen in Folge – da setzt die Winterpause dem schönen Trend ein Ende. Mit dem Heimspiel gegen den FC Bayern München II an diesem Samstag (14 Uhr) endet das verrückte Fußball-Jahr 2020. Wie erfolgreich für die Hachinger, das ist noch nicht entschieden.

Unterhaching –In der Tabelle ist für die SpVgg, vor dem nun anstehenden 17. Spieltag auf Rang elf notiert, theoretisch noch der Sprung auf Platz neun oder zehn drin, also in die obere Tabellenhälfte. Das wäre durchaus eine zufriedenstellende Zwischenbilanz, sagte Cheftrainer Arie van Lent schon vor dem jüngsten Dreier in Mannheim am Dienstag. Im schlechtesten Fall wäre aber auch noch der Sturz zurück bis auf Platz 15 möglich. Und das wäre weniger beruhigend für die kurze Verschnaufpause rund um die Weihnachts-Feiertage und ein kleiner Dämpfer für das gerade wieder steigende Hachinger Selbstbewusstsein.

„Es ist uns bewusst, dass wir ans Mittelfeld rankommen können“, erklärte van Lent gestern, „und das ist auch unser Ziel. Ein schöner Abschluss mit einem Heimsieg wäre optimal.“ Und auch eine dann „optimale Woche“ mit neun Zählern aus drei Spielen binnen einer Woche würde einen psychologischen Kick bedeuten, mit dem sich die Spieler in den Kurzurlaub verabschieden. „Man freut sich schon, dass man mal raus ist aus dem Geschäft, auch wenn wir nur 15 Spiele gemacht haben“, so Hachings Coach, „aber eigentlich würden wir auch gerne weiterspielen. Die letzten Spiele waren wirklich gut, es kommt gerade eine gewisse Stabilität rein.“

Hilft aber nicht, nur einmal noch können die Hachinger am Samstag ihre wiedergewonnene Stärke unter Beweis stellen. Gegen den Tabellen-15. FC Bayern II scheint die SpVgg diesmal sogar als Favorit ins Spiel zu gehen. Dieser Eindruck täuscht aber, gerade gegen die Bayern, warnt van Lent: „Man weiß nie, wer genau bei Bayern spielt, aber da wird immer eine Riesenqualität auf dem Platz stehen. Dass die Bayern in der Tabelle da unten drinstehen, ist für mich nicht so relevant.“

Nachdem der Drittliga-Meister der Vorsaison einen schweren Start in die neue Spielzeit hatte und bis ans Tabellenende abgerutscht war, geht es für das Team von Trainer Holger Seitz in den vergangenen Wochen wieder aufwärts. Beim damaligen Tabellen-Zweiten Saarbrücken feierten die Münchner einen verdienten 2:1-Sieg, zuletzt gab’s gegen Duisburg ein 1:1, „da hätte Bayern aber gewinnen müssen“, sagt van Lent. Die Unterhachinger Marschrichtung für Samstag lautet: „Der jungen und spielstarken Bayern-Elf den Schneid abkaufen“, aber „nicht nur verteidigen“. Das einzige personelle Fragezeichen dafür steht hinter Stürmer Patrick Hasenhüttl, den Hüftprobleme zu einer Trainingspause zwangen.

SpVgg Unterhaching: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Grauschopf, Stierlin – Heinrich, Anspach, Marseiler – Hasenhüttl (Stroh-Engel).

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