SpVgg befragt Mitglieder zum Stadion

In Sachen Stadion macht die SpVgg Unterhaching jetzt im Eiltempo Nägel mit Köpfen. Schon ab 1. Juli, also in zweieinhalb Wochen, wird der Drittligist den Sportpark offiziell von der Gemeinde übernehmen und damit seine Spielstätte in Eigenregie betreiben bzw. von der dafür gegründeten Stadiongesellschaft „Haching Sportpark GmbH“ anmieten. Die Mitglieder sind, obwohl ihre Zustimmung laut Satzung nicht notwendig ist, derzeit zu einer schriftlichen Umfrage aufgerufen.

Unterhaching – Die zum Stadion-Thema geplante außerordentliche Mitgliederversammlung musste wegen der Corona-Krise abgesagt werden und wird auch auf absehbare Zeit nicht stattfinden können.

„Wir möchten, wie wir es in Haching in der Vergangenheit immer gehandhabt haben, ein solches Vorhaben nicht umsetzen, ohne zuvor zu klären, ob dies auch im Sinne unserer Mitglieder ist“, schreibt Präsident Manfred Schwabl in dem Brief an die Mitglieder. Er nennt das Stadion-Projekt „den nächsten eminent wichtigen strategischen Schritt“ und wirbt für Zustimmung: „Der Kauf des Stadions ist für unseren Verein eine einmalige historische Chance. Eine Heimat, die wir selbst gestalten und entwickeln können, mit einer Infrastruktur, die auch höhere Spielklassen ermöglichen würde. Unsere gemeinsame Zukunft würde damit ganz alleine in unseren eigenen Händen liegen.“

Der Unterhachinger Gemeinderat hatte dem Verkauf in seiner Sitzung am 29. April bereits endgültig zugestimmt. Der Kaufpreis wurde von einem Sachverständigen ermittelt. Für das Stadion und das rund 23 500 Quadratmeter große Grundstück einigten sich Gemeinde und SpVgg auf 3,37 Millionen Euro. Kosten, die der Verein schon in der Vergangenheit für Bau und Ausbau getragen hatte, wurden berücksichtigt.

Der Sportpark soll nun laut Schwabl „modernisiert und mindestens auf Zweitliga-Niveau umgebaut werden“. Geplant sind eine komplette Überdachung, eine neue Flutlichtanlage, die Erweiterung der Zuschauerkapazität von aktuell 14 200 auf mindestens 15 000 Plätze sowie der Neubau eines Verwaltungsgebäudes mit Gewerbeflächen an der Südseite, wo bisher ein zweistöckiger Bau unter anderem die Geschäftsstelle und den Kabinentrakt beherbergt. Wirtshaus und Biergarten bleiben erhalten.

Die Mitglieder können bis zum 19. Juni ihre Meinung äußern, ob sie den Plan des Präsidiums zum Stadion-Erwerb befürworten oder nicht.  

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