Es war die sechste Pleite in Folge für die Hachinger

SpVgg Unterhaching: Reicht es noch für die dritte Liga?

Die SpVgg Unterhaching kann nach der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg den Abstieg in die Amateurliga nur schwer verhindern.
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Das blanke Entsetzen steht Hachings Angreifer Dominik Stroh-Engel im Abstiegsduell beim MSV Duisburg ins Gesicht geschrieben.

Die SpVgg Unterhaching kann nach der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg den Abstieg in die Amateurliga nur schwer verhindern.

Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching kann seit diesem Wochenende für die Regionalliga planen. Auch im Kellerduell mit dem MSV Duisburg gelang dem Team von Trainer Arie van Lent kein Befreiungsschlag, die SpVgg kassierte stattdessen mit dem 1:2 die sechste Niederlage in Folge und bereits die neunte im zehnten Drittliga-Spiel des Jahres – die Bilanz eines Absteigers. Statt mit einem Dreier gegen einen direkten Konkurrenten einen Schritt hinaus aus der Abstiegszone zu machen, wird die Lage nun immer trostloser. Die Hachinger drohen den Anschluss ans rettende Ufer komplett zu verlieren.

Van Lent: „Das Glück ist nicht auf unserer Seite.“


Van Lent wollte seiner Mannschaft wieder einmal „überhaupt keinen Vorwurf machen“, er hatte einmal mehr viel Positives gesehen: „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, sind aber wieder einmal bitter bestraft worden. Es war viel mehr drin heute, aber das Glück ist nicht auf unserer Seite.“ Die Erklärungen ähneln sich von Woche zu Woche, die Punkteausbeute auch. Die Spiele werden weniger, van Lent will trotzdem nicht aufgeben: „Es sind noch viele Punkte zu vergeben.“

Bitter war die Niederlage gegenDuisburg tatsächlich, ein Unentschieden wäre nach dem Spielverlauf durchaus verdient gewesen. Warum dieHachinger in einem so immens wichtigen Spiel allerdings den Start völlig verschliefen, sollte zu denken geben. Schon in den ersten Minuten hatte der MSV zwei gute Torchancen, bereits in der 9. Minute gelang Bouhaddouz das 1:0.

Haching kämpft sich zurück ins Spiel


Die Unterhachinger Reaktion war gut, die Gäste übernahmen in der Folge das Kommando und kamen auch vollkommen zurecht zum schnellen Ausgleich. Niclas Anspach zog nach einem Pass von Markus Schwabl ab und traf in der 19. Minute zum 1:1. Sogar eine Hachinger Führung wäre danach nicht unverdient gewesen. Anspach zielte in der 38. Minute an die Latte, den Abpraller versenkte Dominik Stroh-Engel im Tor. Fälschlicherweise entschied das Schiedsrichtergespann aber auf Abseits, dem Treffer wurde die Anerkennung verweigert. „Es ist alles irgendwie gegen uns“, sagte van Lent nach dem Spiel verzweifelt.

SpVgg Unterhaching: Wieder einmal ein Patzer


Auch nach dem Seitenwechsel hatte die SpVgg durch Stroh-Engel die erste gute Möglichkeit, danach lieferten sich die Drittliga-Kellerkinder ein Duell auf Augenhöhe – das aber wieder einmal ein Patzer der Hachinger entschied. Nach einem langen Ball traf der gerade eingewechselte Krempicki zum 2:1 für Duisburg und entschied damit die Begegnung. Bitter für die SpVgg, „in der zweiten Halbzeit waren beide Mannschaften gleich gut, aber wir passen bei einem langen Ball mal wieder nicht auf und verlieren so das Spiel“, sagte der Hachinger Cheftrainer.

Nicht zum ersten Mal. „Wir haben jetzt zwölf Mal mit einem Tor Unterschied verloren“, so van Lent, „wir sind immer dran. Wir haben eine gewisse Qualität, kriegen die aber nicht 90 Minuten auf den Platz.“

Nach 25 Spieltagen muss man das nun allerdings ganz wertfrei so einordnen: Es reicht nicht für die Dritte Liga.

(Christian Amberg)

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