Haching-Boss Schwabl spricht Klartext

+
Der Sportdirektor ist weg und der Klassenerhalt – realistisch gesehen – schier unerreichbar: Bei Haching-Boss Manfred brennt’s an allen Ecken und Enden. 

Rücktritt von Sportdirektor Claus Schromm, die wohl vorentscheidende Niederlage im Abstiegskampf – es waren turbulente Tage bei der SpVgg Unterhaching. Es gibt viele offene Fragen rund um den Verein.Präsident Manfred Schwabl nahm zu einigen brisanten Themen gestern im Gespräch mit dem Münchner Merkur Stellung.

...zum Rückzug von Claus Schromm: „Mehr als am Freitag gibt es von mir dazu nicht zu sagen. Dass momentan überall Druck auf dem Kessel ist, ist ja klar, deswegen wollte Claus eine Auszeit. Wir werden uns nach der Saison austauschen und dann in die Zukunft schauen. Es wäre schon mein Ziel, dass es gemeinsam weitergeht.“

...zur Planung der nächsten Saison: „Jetzt schauen wir erst mal, wo wir spielen, wir haben keine Eile. Aber wir haben viele laufende Verträge, es geht im Falle des Abstiegs nur um ein, zwei Spieler. Das ist ganz anders als beim letzten Abstieg 2015, wo wir gerade noch einen einzigen gültigen Vertrag hatten. Unsere Top-Talente und Spieler wie Stahl oder Hain sind gebunden. Wenn der ein oder andere weg will, muss halt Geld fließen.“

...die Chancen auf den Klassenerhalt: „Der Trend spricht komplett gegen uns, das muss man ganz realistisch sehen. Wir müssten schon vier Klubs überholen und die anderen punkten ja auch. Ich würde sagen, die Chancen stehen jetzt weit unter 50 Prozent. Aber ich erwarte von allen, dass sie bis zum Ende alles geben. Das gehört als Sportler dazu. Ich tue das auch. Durch diese Delle werde ich uns sicher nicht die Möglichkeiten nehmen lassen, die Haching in den nächsten Jahren hat.“

...die Jobgarantie für Trainer Arie van Lent: „Auch wenn ich jede Woche gefragt werde: Da hat sich nichts geändert. Wir ziehen das zusammen durch. Ich bleibe dabei, dass es nicht am Trainer liegt. Hätte sich etwas Grundlegendes geändert, hätten wir reagiert. Hat sich aber nicht. Wir werden auch darüber sprechen, ob wir in der Regionalliga zusammen weitermachen.“

...die Leistung der Mannschaft beim 2:3 gegen Uerdingen: „Die erste Halbzeit war schon eine der schwächsten der gesamten Saison. Das war zu wenig für so ein Spiel, in dem es um alles geht. Ich schaue ganz genau hin, wer da alles reingeschmissen hat und wer nicht. Das wird auch ein Gradmesser für die Zukunft sein. Dass wir nach dem 2:2 gleich so das 2:3 kassiert haben, war eine typische Szene, irgendwie ein Spiegelbild der ganzen Saison.“  

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare