Absteiger nach Entlassung von van Lent ohne Trainer

SpVgg Unterhaching: „Die Regionalliga wird kein Selbstläufer für uns“ 

Ein letztes Mal rot-blau: Haching und Arie van Lent gehen getrennte Wege.
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Ein letztes Mal rot-blau: Haching und Arie van Lent gehen getrennte Wege.

Die SpVgg Unterhaching und Trainer Arie van Lent gehen nach dem Abstieg aus der 3. Liga in die Regionalliga Bayern wie erwartet getrennte Wege

Unterhaching – Am Ende passierte das Erwartete: Die SpVgg Unterhaching und Trainer Arie van Lent gehen getrennte Wege. Eigentlich lief der Vertrag des ehemaligen Bundesliga-Torjägers noch ein weiteres Jahr. Doch die sportliche Bilanz – nur neun Siege in 37 Punktspielen, verbunden mit dem Abstieg in die Regionalliga – führte zur vorzeitigen Auflösung des Vertrages. In beiderseitigem Einvernehmen, wie der Verein betont.

Schmutzige Wäsche wird nicht gewaschen. Im Gegenteil: Präsident Manfred Schwabl sang sogar ein Loblied auf den Holländer: „Wir waren immer im Austausch. Letzte Woche haben wir uns in die Augen geschaut und sind zur Auffassung gekommen, dass wir in Zukunft getrennte Wege gehen.“

Arie van Lent: „Der Verein muss sich weiterentwickeln“

Schwabl wollte dem scheidenden Coach auch nicht die Schuld am Absturz in die vierte Liga geben: „Wir haben gemeinsam die Ziele nicht erreicht. Arie ist ein wunderbarer Mensch.“ Auch Van Lent bekräftigte, dass die Entscheidung in Übereinstimmung gefallen ist: „Es war der Versuch eines sportlichen Umbruchs und wir haben es leider nicht hingekriegt. Der Verein muss sich weiterentwickeln, ich sicher auch. Es war ein schwieriges Jahr. Am Ende hat es nicht gereicht.“ Die Partie in Magdeburg am Samstag ist damit das Abschiedsspiel für van Lent. Wie üblich mit personellen Problemen. Es fehlen die gesperrten Alexander Fuchs und Markus Schwabl sowie die vielen verletzten Akteure.

Danach beginnt in Haching eine neue Ära – mit einem neuen Cheftrainer. „Wir haben einige Kandidaten im Auge, aber noch ist nichts konkret. Jetzt ist erst einmal Pause und Mitte Juni beginnt die Vorbereitung auf die Regionalliga. Sicher haben wir den sofortigen Aufstieg im Auge, aber die Regionalliga wird für uns kein Selbstläufer.“

Seinen Optimismus freilich hat Schwabl nicht verloren: „Wir haben bereits einen Kader von 25 Spielern. Darunter sind einige routinierte Korsettstangen. Einige Talente stehen im Moment bei anderen Vereinen auf der Wunschliste, die können mich gerne anrufen wegen der Ablöse. Verschenkt wird niemand.“ 

(KLAUS KIRSCHNER)

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