Haching gastiert in Mannheim

SpVgg Unterhaching gegen demoralisierte Mannheimer

Der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Jetzt fordert Hachings Trainer Arie van Lent, dass seine Mannschaft auch auswärts punktet.
+
Der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Jetzt fordert Hachings Trainer Arie van Lent, dass seine Mannschaft auch auswärts punktet.

SpVgg Unterhaching vor dem Spiel bei Waldhof Mannheim: Und jetzt auswärts nachlegen.

Unterhaching – Mit dem Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitag konnte die SpVgg Unterhaching im direkten Duell einen Konkurrenten in der Tabelle hinter sich lassen. Gleiches könnte heute Abend gelingen: Holt die SpVgg auch im letzten Auswärtsspiel des Jahres beim SV Waldhof Mannheim einen Dreier, würde sie auch diesen Konkurrenten im Kampf um den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle hinter sich lassen. Aktuell liegen die Mannheimer mit 18 Punkten auf Platz zwölf, die Hachinger sind mit 16 Punkten 15.

Problem: Dass Mannheim am Wochenende beim TSV 1860 München mit 0:5 unter die Räder kam und auch das Auswärtsspiel zuvor in Meppen verlor, ist nicht beruhigend. Denn zu Hause ist der SVW eine Macht. In der Heimtabelle belegt das Team von Trainer Patrick Glöckner den starken siebten Platz, verlor von sieben Partien erst eine und schoss mit 22 Toren so viele wie kein anderer Drittligist im eigenen Stadion. Siege gelangen unter anderem gegen die Spitzenteams Saarbrücken und Ingolstadt. Die SpVgg dagegen ist auswärts bisher nur Punktelieferant: Sechs Spiele, ein Sieg, fünf Niederlagen, 4:11 Tore, mit mageren drei Zählern letzter Platz in der Auswärtstabelle.

Gefahr in die Abstiegszone zu rutschen für die SpVgg Unterhaching

„Unsere letzten drei Heimspiele waren gut, aber wir können uns nicht nur auf unsere Heimbilanz verlassen“, mahnt deshalb Haching-Trainer Arie van Lent vor der letzten Auswärtsreise des Jahres, die der Klub bereits gestern mal wieder mit dem Bus antrat. „Wir müssen auch auswärts mal wieder Punkte sammeln.“ Für den Chefcoach der SpVgg war bei den jüngsten Erfolgen wie dem 2:0 gegen Kaiserslautern nicht alles gut, bei den Auswärtsniederlagen aber auch nicht alles schlecht. So hofft er, dass in den letzten beiden Spielen vor der kurzen Winterpause das Selbstvertrauen der Mannschaft groß genug ist, mit Punkten für ein einigermaßen ruhiges Fest zu sorgen.

„Die Ausbeute von 16 Punkten ist nach 14 Spieltagen okay“, sagt van Lent, „aber drei Punkte würden uns schon guttun. Mit einem Sieg im Rücken fällt das sicher bisschen leichter.“ Zumal die Gefahr derzeit groß ist, mit einem Ausrutscher sogar wieder in die Abstiegszone zu rutschen. Einen großen Schritt vorwärts machte die SpVgg mit dem Sieg vom Freitag nämlich nicht. Am Wochenende zogen auch die Kellerkinder Duisburg (4:1 gegen den Tabellen-Sechsten Wehen Wiesbaden), Bayern München II (2:1 beim Zweiten Saarbrücken) und Meppen (2:0 beim Fünften Hansa Rostock) mit beachtenswerten Ergebnissen nach. Hachings Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur einen Zähler.

Van Lent will den elften Tabellenplatz

Van Lent weiß um die Brisanz und fordert daher: „Mannheim hat am Wochenende verloren, wir haben gewonnen, aber darüber dürfen wir gar nicht nachdenken. Wir wissen, dass Mannheim eine heimstarke Mannschaft ist. Ich möchte, dass wir uns stabilisieren.“ Und mit weiteren Punkten bis zur Weihnachtspause die Abstiegsregion verlassen: „Ein 11. Platz tut sicher besser als der 16.“

SpVgg: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Stierlin, Grauschopf – Anspach, Hufnagel (Marseiler), Heinrich – Hasenhüttl.

Auch interessant

Kommentare