Kritische Äußerungen über van Lent 

Emotionale Szenen nach dem Abpfiff: Haching-Spieler stellen sich Fans 

Nach dem besiegelten Abstieg in die Regionalliga stellten sich einige Haching-Spieler den Anhängern vor dem Stadion.

Nach der Niederlage gegen SV Waldhof Mannheim haben sich die Spieler den Anhängern gestellt. Die Stimmung war durchweg friedlich, aber von beidseitigem Frust geprägt. 

Unterhaching - Nach dem Abpfiff und dem nicht überraschenden, aber nun endgültigenAbstieg der SpVgg Unterhaching hätte man annehmen können, dass sich die gefrusteten Spieler zurückziehen. Doch das Gegenteil war der Fall, einige von ihnen haben sich vor dem Stadion versammelt und den ca. 40 Anhängern Rede und Antwort gestanden. 

Es wurde ein gemeinsamer Weg gesucht, um mit Situation fertig zu werden 

Die Stimmung vor Ort lässt sich am besten mit großer Frustration beschreiben, die beide Seiten der Anwesenden nach außen getragen hatten. Auch eine gewisse Nostalgie war bereits zu spüren, aber in keinster Weise wurde agressiv oder verbal ausfallend agiert. Da dies in der heutigen Zeit durchaus zu erwarten gewesen wäre, nehme man den Vorfall in Gelsenkirchen nach dem besiegelten Schalke 04 Abstieg, war auch ein Polizeiaufgebot vor dem Stadion anwesend. Spieler und Fans versuchten gemeinsam, eine plausible Erklärung für die äußerst schwache Saison zu finden. Christoph Greger rechtfertigte einen Teil der missratenen Saison damit, dass äußerst viele Stammspieler der Hachinger diese Saison nicht einsatzbereit waren. 

Was in der heutigen Situation keine Randnotiz bleiben sollte, ist nicht nur das friedliche Verhalten der Fans, sondern auch die Einhaltung jeglicher Corona-Maßnahmen während der Aussprache. 

Josef Welzmüller stellt die Trainerfrage - und die Entscheidung, an van Lent festzuhalten, in Frage   

Einer der absoluten Leader in dieser Saison ist der 31-jährige Welzmüller. Er beschränkt sich in der Rechtfertigung und Argumentation bezüglich der schwachen Leistung während der Spielzeit nicht nur auf die vielen Verletzten, für ihn liegt das Problem an einer anderen Personalie: „Meiner Meinung nach -  Ja, es hätte einen Trainerwechsel gebraucht. Arie van Lent, welcher hier von Welzmüller auch in die Pflicht genommen wird, ist mit seiner Abwesenheit einer verbalen Konfrontation mit den Fans aus dem Weg gegangen. Auch nach dem Spiel fiel der Trainer eher durch Floskelarbeit und Emotionslosigkeit auf: „Die Tendenz hat gegen uns gesprochen und wir haben im heutigen Spiel auch sehr schlecht gespielt“. Eine weitere Zusammenarbeit mit van Lent ist nach vorangegangenen Fanprotesten und der Aussage von Welzmüller, welche vielleicht auch den generellen Standpunkt der Spieler widerspiegelt, eher unwahrscheinlich. 

„Innere Leere trifft es am besten,wirklich einer der schwärzesten Tage meiner Karriere“

Im Nachgang an den nun besiegelten Abstieg meldete sich auch Markus Schwabl auf Instagram zu Wort. 

Sein emotionaler Beitrag lässt auch Hoffnung auf den Wiederaufstieg zu, nachdem man über vier Saisons in der dritten Liga zu finden war: „Es tut unglaublich weh, dass wir all die Leute, die ihr gesamtes Herzblut in dieses Projekt gesteckt haben enttäuscht haben und den Gang in die Regionalliga antreten müssen. Haching wird jedoch NIEMALS untergehen“. Nun wartet man gespannt auf weitere Wortmeldungen, auch von den Verantwortlichen, wie es nächste Saison weiter gehen wird. Doch zunächst gesteht man der SpVgg Unterhaching zu, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und einen gemeinsamen Neuanfang in der Regionalliga aufzubauen. 

Jetzt wichtig: Würdevoller Abschied aus der Liga

Das nächste Spiel der Unterhachinger steigt am Sonntag um 14:00 im Grünwalder Stadion gegen die kleinen Bayern. Aufgrund der Verbundenheit zum anderen Münchner Verein, die selbst noch mitten im Abstiegskampf stecken, kann natürlich von einer gewissen Solidarität gesprochen werden. Doch umso wichtiger ist es, auch den treuen Anhängern einen Abschied aus der Liga zu schenken, mit dem eventuell auch die Verfehlungen und Enttäuschungen der letzten Saison vergessen gemacht werden können. 

(Magdalena Schwaiger) 

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