Hachings Torjäger Hain fällt aus

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Droht gar das Saisonende: Hachings Torjäger Stephan Hain hat sich den Daumen gebrochen und wurde bereits operiert. Foto:

Im zweiten Spiel nach der Corona-Pause gab es für die SpVgg Unterhaching die erste Hiobsbotschaft: Stürmer Stephan Hain, am Samstag zum Re-Start in Großaspach noch Torschütze zum entscheidenden 2:0, hat sich in der Partie am Mittwoch gegen Ingolstadt verletzt und fällt vermutlich längerfristig aus.

Unterhaching –  Der 31-Jährige zog sich einen Bruch des linken Daumens zu. Hain wurde gestern operiert und muss nun eine Zwangspause einlegen. Wie lange, ist noch offen. „Wir wünschen Stephan gute Besserung und hoffen, dass für ihn die Saison noch nicht beendet ist“, sagte Trainer Claus Schromm.

In der Dritten Liga sind derweil neun Spieltage vor Saisonende elf Teams im Aufstiegsrennen. An den ersten beiden Runden hat sich bestätigt, dass wohl Hochspannung bis zum letzten Spieltag herrschen wird. Die SpVgg war aus der Spitzengruppe am Dienstag und Mittwoch der einzige Verlierer, steht aber immer noch punkt- und torgleich mit Mannheim auf dem zweiten Rang. Doch der Tabellenplatz bleibt nach jedem Spieltag eine flüchtige Momentaufnahme. „Wenn man über den Aufstieg redet, ist es nicht ratsam nur auf die ersten drei Plätze zu schauen“, bekräftigt Schromm nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, die weder große Gewinner noch Verlierer hatte: „Man muss immer noch bis auf Platz zehn runterschauen, und das wird auch noch lange so bleiben.“

Zweitliga-Absteiger Ingolstadt, der seine sechs Partien dauernde Negativserie mit dem 2:1 im Sportpark beendete, ist plötzlich wieder mitten drin. Aktuell liegen die Schanzer zwar nur auf Platz sieben, könnten mit einem einzigen Sieg theoretisch am Wochenende aber sogar die Tabellenführung übernehmen. Spitzenreiter Duisburg konnte erneut nicht gewinnen und hat nur einen Punkt Vorsprung auf die unmittelbaren Verfolger.

Das sind nun fünf Klubs, alle gleichauf mit 47 Zählern. Bayern München II und Braunschweig – kommenden Mittwoch nächster Hachinger Gegner im Sportpark – rückten mit Siegen am Mittwoch wieder ganz nach vorne.

Es ist eine außergewöhnliche Situation: Den Ersten und den Zehnten des Klassements trennen gerade einmal fünf Punkt. Zum Vergleich: In der Zweiten Liga beträgt der Abstand von Tabellenführer Bielefeld zu Rang zehn 20 Punkte, in der Bundesliga von Spitzenreiter Bayern zum Zehnten Schalke sogar 30 Punkte.

Vor diesem Hintergrund fühlen sich alle Befürworter der Saisonfortsetzung nun bestätigt: Die enorme Spannung macht die kriselnde Dritte Liga hochinteressant. Auch Hachings Kapitän Dominik Stahl freut sich, dass alles eng zusammen liegt: „So ist jedes Spiel ein besonderes, es geht Schlag auf Schlag und es geht in jedem Spiel um viel.“ 

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