Trainer van Lent genießt die Rückendeckung von Boss Schwabl

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Die zwei einzigen Lichtblicke der SpVgg Unterhaching: Youngster Fynn Seidel (16/l.) und der formstarke Markus Schwabl.

Einen Tag nach der blamablen Niederlage beim Tabellenletzten VfB Lübeck ist klar:  Arie van Lent bleibt Trainer der SpVgg Unterhaching.

Unterhaching – Markus Schwabl konnte rein „gar nichts Positives mitnehmen“ von der 0:1-Niederlage der SpVgg Unterhaching beim Tabellen-Letzten VfB Lübeck. Durch ein Elfmetertor kassierten die Hachinger die fünfte Pleite im sechsten Spiel des Jahres und stürzten auf Abstiegsplatz 17 ab. Dass der Kapitän bei einer unglücklichen Aktion auch noch Teile von zwei Schneidezähnen einbüßte „passt zum heutigen Tag perfekt dazu“, fügte er frustriert an. Der einzige, der zumindest etwas Positives registrieren konnte, war Cheftrainer Arie van Lent. Er muss sich trotz der anhaltenden Negativserie keine Sorgen um seinen Job bei der SpVgg machen.

„Das ganze Trainerteam hat hundert Prozent Rückendeckung, auch von mir“, stellte Präsident Manfred Schwabl gestern klar. Schon am Mittwoch Abend in Lübeck hatte er versichert: „Wir stehen das gemeinsam durch, dafür ist Haching bekannt. Intern werden wir vielleicht die richtigen Schlüsse ziehen, aber sicher nicht wegen dem Trainer.“ Schwabl kündigte stattdessen an, „bei dem ein oder anderen Spieler mal zu hinterfragen, ob es reicht. Da schaue ich schon genauer hin, ich habe heute Eindrücke mitgenommen.“

Eine erst im zweiten Durchgang halbwegs interessante Partie dominierte über weite Strecken Drittliga-Schlusslicht Lübeck. Der berechtigte Elfmeter, den Deichmann in der 31. Minute verwandelte, war Folge einer ersten Halbzeit, in der sich die Hachinger wieder einmal schwer taten, überhaupt ins Spiel zu finden und so gut wie keine Torgefahr ausstrahlten.

Das wurde zwar im zweiten Abschnitt besser, dennoch blieben der Schuss von Dominik Stroh-Engel, den VfB-Keeper Raeder parierte, und der Lupfer von Moritz Heinrich in der Nachspielzeit, den Raeder noch ans Aluminium lenkte, die einzigen guten Möglichkeiten. Dass Christoph Greger in der 60. Minute die gelb-rote Karte und damit den ersten Platzverweise für die SpVgg in dieser Saison kassierte, passte zum Drehbuch dieses Abends.

Verteidiger Robert Müller absolvierte in Lübeck sein 333. Drittliga-Spiel und stieg damit zum alleinigen Rekordspieler auf. Seine Laune besserte das nicht: „Wir haben zu viele Ballverluste gehabt und zu unruhig gespielt. Wir haben’s wieder nicht geschafft, einen Punkt mitzunehmen.“

Ein kleiner Lichtblick: Fynn Seidel, zum zweiten Mal im Profi-Kader, kam per DFB-Sondergenehmigung zu seinem ersten Einsatz für die SpVgg und ist mit 16 Jahren und 362 Tagen nun der jüngste jemals eingesetzt Spieler der Dritten Liga. „Da geht mir das Herz auf, das war ein sensationeller Auftritt“, so Schwabl – der Rest dürfte dem Präsidenten allerdings mehr Herzschmerzen als Freude bereitet haben.  

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