SpVgg legt mit frühem Marseiler-Treffer Grundstock für entspannte Weihnachtspause

Haching trotzt Bayern-Talenten ein 1:1 ab

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Ganz früher Hachinger Jubel: Nach zwei Minuten feiert Torschütze Luca Marseiler (rechts) mit den Teamgefährten (v.l.) Markus Schwabl, Robert Müller und Felix Schröter die 1:0-Führung.

Fiete Arp schien eine verheißungsvolle Karriere bevorzustehen. Als 19-Jähriger wechselte er für drei Millionen Euro vom Hamburger SV zum FC Bayern München. Er war gerade zum ersten Bundesliga-Torschützen, der nach 2000 geboren wurde, in die Geschichte eingegangen und hatte die Fritz-Walter-Medaille in Gold bekommen. In Schwung kam die Karriere bei den Bayern nicht, mittlerweile ist er im Profikader gar nicht mehr zu finden und spielt fix bei der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga. Da hat er mit der SpVgg Unterhaching einen Lieblingsgegner.

Unterhaching – Viele Tore erzielt der junge Mittelstürmer nicht, seit er in München angeheuert hat. Aber gegen die SpVgg klappt es bestens. Auch am Samstag traf der 20-Jährige und verdarb den Hachingern damit einen gelungenen Jahresabschluss. Die Partie endete 1:1, Arp traf mit einem tollen direkt verwandelten Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Ausgleich. Auch in der vergangenen Saison hatte er eins von nur drei Saisontoren gegen Unterhaching erzielt, damals war es der Siegtreffer zum 1:0 im Sportpark.

Luca Marseiler hatte Unterhaching am Samstag bereits in der 2. Minute in Führung gebracht. Die Punkteteilung in einem sehr intensiven und unterhaltsamen letzten Spiel des Jahres war unterm Strich verdient. Die Gastgeber erwischten, nicht nur wegen des frühen Tores, den besseren Start in die Partie, Bayern war in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und dem zweiten Tor näher. SpVgg-Trainer Arie van Lent war deshalb „sehr zufrieden“ mit dem Remis und auch mit dem Auftritt seines Teams: „Das war ein tolles 1:1, wir haben damit eine sehr gute Woche gehabt. Die Jungs haben alles rausgehauen. Es ist nicht einfach gegen 17- und 19-Jährige zu spielen, die alle großes Talent und die Berechtigung haben, beim FC Bayern zu spielen.“ Auch Bayern-Trainer Holger Seitz fand: „Das Derby konnte den Erwartungen gerecht werden, so wie das Spiel abgelaufen ist mit so viel Begeisterung, so viel Leidenschaft und vielen intensiven Zweikämpfen. Ein früher Rückstand macht es für eine junge Mannschaft wie uns extrem schwierig. Was gefehlt hat, war am Ende der zweite Treffer für uns, der in der Luft gelegen ist.“

Moritz Heinrich hatte schon in der 1. Minute den ersten Warnschuss Richtung Münchner Tor abgegeben, Marseiler traf gleich darauf zum 1:0. Markus Schwabl (13.) und Felix Schröter (16.), der den angeschlagenen Patrick Hasenhüttl im Sturmzentrum ersetzte und damit zu seinem erst zweiten Startelf-Einsatz seit dem 1. Spieltag kam, hatten weitere Möglichkeiten. Nach rund 20 Minuten fanden sich die Gäste besser zurecht und verbuchten ebenfalls zwei Torchancen. Max Dombrowka verpasste mit seinem Kopfball in der 43. Minute das 2:0, noch vor der Pause gelang dann Arp das 1:1.

Der zweite Durchgang begann furios mit zwei dicken Chancen der Bayern, für die Hachinger traf Heinrich den Pfosten. Danach verflachte die Partie etwas, vor allem von der SpVgg war immer weniger zu sehen. Dajaku (69.) und Arp (74.) hatten noch gute Möglichkeiten für die Bayern, letztlich trennten sich die Kontrahenten unentschieden.

In der Tabelle blieb die SpVgg damit zur Winterpause nun doch in der unteren Tabellenhälfte hängen. Der kurze Weihnachtsurlaub, der am Samstag begann, endet für die Unterhachinger Profis am 28. Dezember, das nächste Drittliga-Spiel steht am 9. Januar bei Hansa Rostock auf dem Programm.

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