Die SpVgg kassiert die siebte Pleite in Folge

SpVgg Unterhaching bei TSV 1860: Ist der Abstiegskampf schon verloren?

Nach der 3:1-Pleite im Derby gegen den TSV 1860 steht die SpVgg Unterhaching noch dicker im Abstiegskampf. Trainer Arie Van Lent und Kapitän Schwabl äußerten sich nach dem Spiel.
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So schaut’s – mal wieder – aus: Unterhaching (Christoph Greger) am Boden und der Gegner (Löwen-Torhüter Marco Hiller) obenauf.

Nach der 3:1-Pleite im Derby gegen den TSV 1860 steht die SpVgg Unterhaching noch dicker im Abstiegskampf. Trainer Arie Van Lent und Kapitän Schwabl äußerten sich nach dem Spiel.

Unterhaching –  Unterm Strich blieb wieder mal nur eine traurige Erkenntnis. Wieder keine Punkte, noch dicker im Abstiegskampf, die Drittliga-Lichter gehen für die SpVgg langsam aus. Der Rückstand zum rettenden Ufer wuchs nach dem gestrigen Kellerduell zwischen Uerdingen und Duisburg sogar noch an und nach wie vor droht wegen der anstehenden Nachholspiele der Sturz auf den letzten Tabellenplatz. „Es wird schwer“, musste auch Schwabl zugeben, „aber es ist Ehrensache, alles reinzuwerfen und für diesen Verein zu kämpfen.“

Sascha Mölders: „Kurzzeitig stand das Spiel Spitz auf Knopf“

Immerhin hatte der Kapitän zuletzt unterschwellig auch schon Kollegen wegen mangelnder Einstellung angeklagt. Das tat er diesmal nicht: „Heute habe ich keinen gesehen, der nicht bereit war.“ In der Tat lieferte Haching vielleicht die beste Leistung in diesem so ernüchternden Kalenderjahr 2021 ab, war dem Aufstiegsaspiranten lange ebenbürtig. „Kurzzeitig stand das Spiel Spitz auf Knopf“, gab auch Löwen-Stürmer Sascha Mölders zu, der mit seinem Fallrückzieher zum 2:1 für die Vorentscheidung gesorgt hatte. „Wir sind gut reingekommen, waren auf jeden Fall auch giftiger als die Löwen und haben die Zweikämpfe besser und härter bestritten als die Löwen“, fand Schwabl. Das alte Problem stand aber auch an diesem Freitagabend einem Erfolg im Weg: Zu viele dumme Fehler führen zu Gegentoren. Das waren diesmal sogar drei, für Haching eher ungewöhnlich viele.

SpVgg Unterhaching: Kommt die Wende noch?

„Es ist immer das gleiche“, sagte Hachings Kapitän frustriert, „wir haben ganz ordentlich gespielt und uns hinten wieder drei Eier selber reingelegt. Was willst du uns heute vorwerfen, außer dass wir bei den Gegentoren saublöd ausgeschaut haben.“ Um in der Dritten Liga zu bleiben, ist das allerdings inzwischen zu wenig – gibt auch Schwabl zu: „Deswegen stehen wir da, wo wir stehen.“ Die Spiele werden weniger, das Punktekonto nicht voller – eine verhängnisvolle Entwicklung, die letztlich nur den Abstieg nach sich ziehen kann. Denn woher soll auf der Zielgeraden der Saison die Wende kommen? Realistisch gesehen reicht den Hachingern wohl nicht einmal mehr eine kleine Serie, um noch über den Strich zu klettern. „Aber vom Spielbetrieb abmelden werden wir uns nicht können“, so Schwabl, „schenken wird uns auch keiner was, also werden wir am Sonntag weitermachen und hoffen, dass wir die Fehler mal abstellen.“

Arie van Lent:  „Wir werden bis zum Ende dran glauben.“

Für Cheftrainer Arie van Lent, zuletzt bei einigen Fans hart in der Kritik, nach wie vor aber anscheinend nachhaltig gedeckt vom Präsidium, ist die Lage kaum weniger deprimierend. „Ein 3:1 hört sich nach einer klaren Sache an, ich finde aber, dass es nicht so klar war und wir ein gutes Derby gespielt haben“, analysierte Unterhachings Coach. „Wir waren sehr bestimmend und sind aus dem Nichts in Rückstand geraten.“ Dass sich sein Team letztlich selbst um den Erfolg brachte, musste aber auch der Holländer eingestehen: „Hinten raus haben wir gefühlt durch zwei Eigentore das Spiel gegen uns entschieden.“

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