Schwabl nach Niederlage im Derby deutlich

SpVgg Unterhaching: Wieder verloren - „Das ist null Prozent 3. Liga“

Hitzig: Nach einem Foul geraten die Hachinger (dunkelblaue Trikots) mit den Gästen aneinander.
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Hitzig: Nach einem Foul geraten die Hachinger (dunkelblaue Trikots) mit den Gästen aneinander.

Die SpVgg Unterhaching verliert auch das Derby gegen Türkgücü München. Bei der Niederlage gegen den Aufsteiger lässt dieses Mal auch die Leistung zu wünschen übrig.

Unterhaching –Die zweite Niederlage in Serie bringt die SpVgg Unterhaching der Regionalliga ein gutes Stück näher. Das Drittliga-Schlusslicht unterlag nach einer enttäuschenden Leistung im Derby gegen den SV Türkgücü München mit 0:2 (0:1). Haching hat bei nur noch fünf anstehenden Saisonspielen sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Für die Gäste indes bedeutete der Erfolg im Unterhachinger Sportpark nach einer vorausgegangenen Formkrise mit nur einem Sieg aus sieben Ligaspielen eine Trendwende. Das Team von Serdar Dayat etablierte sich damit im Tabellenmittelfeld.

SpVgg Unterhaching: Auftakt mit Erinnerungen an Wehen

Der Auftakt des Derbys erinnerte fatal an die jüngste Pleite beim SV Wehen. Ebenso wie in der Partie vor einer Woche kassierten die Hachinger bereits innerhalb der ersten Sekunden einen Gegentreffer. Die Heimelf war völlig unsortiert und ließ eine Hereingabe zu, die Boubacar Barry eiskalt per Flachschuss zum 1:0 für die Gäste verwandelte (2.). Die Hausherren brauchten einige Minuten, um den Schock zu verdauen, kamen aber zu einigen Möglichkeiten durch Stephan Hain (20.), Patrick Hasenhüttl (26.) und Nicolas Anspach (31.). Türkgücü wirkte bei den Kontern allerdings ohne die weiterhin verletzt fehlenden Torjäger Petar Sliskovic und Sercan Sararer wesentlich gefährlicher. Mit gezieltem Flügelspiel brachten die spielerisch überlegenen Münchner die Hachinger mehrfach in Verlegenheit, ohne allerdings große Torchancen herauszuspielen. 

Schwabl: „Das ist null Prozent dritte Liga“

Die dürftige Hachinger Vorstellung in der ersten Hälfte brachte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl auf die Palme. „Das hat mit Abstiegskampf nichts zu tun. Das ist null Prozent Dritte Liga“, ärgerte sich der Hachinger-Boss bei MagentaSport und schickte eine Warnung hinterher. „Nur wer sich in den restlichen Spielen hundertprozentig engagiert, wird bei uns weiter dabei sein, egal in welcher Liga.“

Nach dem Seitenwechsel versuchte Türkgücü mit viel Offensive die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Die beste Chance hatte der nach einer Stunde eingewechselte Ex-Löwe Aaron Berzel (64.). Bei den wenigen Hachinger Vorstößen fand Hain bei seinem Abschluss im gut aufgelegten Türkgücü-Torwart René Vollath seinen Meister (68.). Kurz vor Schluss versetzte Joker Furkan Kircicek den Hachingern mit den Knockout (89.). 

(Klaus Kirschner /Robert M. Frank)

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