Lieber nicht auf die Tabelle schauen

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Haching-Coach Arie van Lent ist um seinen Job zurzeit nicht zu beneiden. Seine Mannschaft ist aufgrund zweier Spielausfälle völlig aus dem Rhythmus. 

SpVgg Unterhaching vor dem Spiel beim KFC Uerdingen:  Lieber nicht auf die Tabelle schauen.

VON CHRISTIAN AMBERG

Unterhaching – Nach zwei Wochen unfreiwilliger Pause darf die SpVgg Unterhaching in der Dritten Liga am Samstag wieder mitmischen – sofern nicht wie vor zwei Wochen kurzfristig ein neuer Corona-Fall dazwischenkommt. Die Tabelle hat mittlerweile nach den zahlreichen Absagen ein recht schiefes Bild. Auch für die SpVgg: Die Hachinger sind ohne eigenes Mitwirken auf Platz 14 abgerutscht und haben nur noch einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Kein schöner Blick“ sei es auf die aktuelle Tabelle, findet auch Trainer Arie van Lent vor dem Gastspiel seiner Mannschaft am Samstag (14 Uhr) beim KFC Uerdingen (gespielt wird in Düsseldorf). „Wenn man nur zuschauen kann, haben die anderen jede Woche die Chance, dich zu überholen. Und man kuckt natürlich immer auf die Tabelle“, sagt der Holländer, stellt aber auch fest: „Es hätte uns schlimmer treffen können. Die Konkurrenten haben auch Probleme, Punkte zu holen.“

So wie vor der Zwangspause auch die SpVgg. Drei Niederlagen in Folge stehen immer noch als jüngste Bilanz zu Buche. Zwei davon übrigens gegen die beiden Klubs, die derzeit auf Platz eins und zwei stehen. Weiter abwärts sollte es nun tunlichst nicht mehr gehen, wo man selbst wieder etwas beitragen kann. „Der nächste Anlauf, ich bin optimistisch“, sagt van Lent, „Uerdingen hat eine ordentliche Drittliga-Mannschaft, die uns schlagen kann. Aber die Mannschaft hat das gleiche Schicksal wie wir, die Torquote ist auch nicht besonders hoch. Wir können da auf jeden Fall gewinnen.“ Mit sechs bzw. sieben erzielten Toren sind die Kontrahenten vom Wochenende inzwischen die beiden offensivschwächsten Teams der Liga. Was die SpVgg betrifft, hinkt der Vergleich wegen der zwei weniger ausgetragenen Partien. Uerdingen dagegen verzeichnete bisher keine Absage und hat mit den sieben Treffern in neun Spielen tatsächlich eine miese Quote.

Die zwei Wochenenden ohne Spiel waren lang. „Die Freude ist groß, dass wir wieder spielen dürfen“, sagt Hachings Chefcoach, „noch einen Ausfall hätten wir nicht verkraftet.“ Positive Effekte hatte die Zeit dennoch, wie er betont: „Wir haben die Pause gut genutzt. Wir waren nach unserem positiven Test nicht lange in Quarantäne und konnten die zwei Wochen voll nutzen. Und die Jungs konnten auch leichte Wehwehchen auskurieren.“ Lediglich bei Lucas Hufnagel gibt es nun noch Probleme zu vermelden. Der Mittelfeldspieler wird für Samstag wohl wegen seiner chronischen Hüftprobleme, die derzeit wieder akutere Probleme bereiten, ausfallen.

Auch im Rest des Team wird es wohl ein oder zwei Umstellungen geben, daran hat die Pause nichts geändert, das war auch vor zwei Wochen schon angedacht. „Wir müssen ein bisschen was ändern“, kündigte van Lent aufgrund der Sturmflaute an. Das Bayerische Fernsehen überträgt die Partie übrigens ab 14 Uhr live, Hachings verletzter Kapitän Josef Welzmüller ist als Studiogast und Co-Kommentator mit dabei.

SpVgg: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombowka – Fuchs, Grauschopf – Anspach, Stierlin, Marseiler – Hasenhüttl (Schröter).

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