Haching gegen Zweitliga-Absteiger Wehen: "Wir müssen uns stabilisieren"

SpVgg Unterhaching wartet auf die Sternstunde

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Frust-Ballett am Spielfeldrand: Trainer Arie van Lent (l.) und Assistent Robert Lechleiter leiden draußen öfter mit.

Seit Freitag sammelt die SpVgg Unterhaching mit einigen Aktionen wieder Geld für die „Sternstunden“-Aktion des Bayerischen Rundfunks. Passend dazu wartet auch die Mannschaft dringend auf eine sportliche Sternstunde.

Unterhaching Wenn möglich schon an diesem Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden. Nach sechs Spielen ohne Sieg und mit nur einem Punkt wird es höchste Zeit für ein Erfolgserlebnis, um nicht dauerhaft in der Abstiegszone zu versinken. Der Gegner allerdings könnte undankbarer nicht sein.

Gegen den SVW, in den vergangenen elf Jahren so etwas wie ein Dauergegner der Hachinger in der Dritten Liga, konnte die SpVgg zu Hause von acht Partien nur zwei gewinnen, zuletzt vor neun Jahren. Und auch in dieser Saison ist die Favoritenrolle klar: Wehen Wiesbaden kommt mit einer erfahrenen Mannschaft, die sich nach einem holprigen Start auf Platz fünf nach oben gearbeitet hat – und das auswärtsstärkste Team der Liga ist. Aus den jüngsten drei Partien holte die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm sieben Punkte und in sechs Auswärtsspielen elf Punkte bei zwölf erzielten Toren, Spitzenwerte in der Dritten Liga. Zum Vergleich: Haching sammelte insgesamt erst zehn Punkte und schoss nur neun Tore.

„Für uns heißt es, auch diese Situation zu bestehen“, sagt SpVgg-Trainer Arie van Lent, „wir müssen uns stabilisieren, auch wenn viele gerade nicht das optimale Selbstvertrauen haben.“ Dass der Frust nicht schon früh in der Saison um sich greift, dafür sind die Englischen Wochen gut. Nur vier Tage ist die letzte Enttäuschung her, schon unmittelbar nach 0:2 in Dresden am Mittwoch sagte der Coach: „Diese Niederlage müssen wir schon heute Abend abhaken und gar nicht weiter drüber nachdenken.“ Wie bereits in den vergangenen erfolglosen Wochen hat van Lent bei seiner Mannschaft keine Motivationsprobleme festgestellt. Auch nach den Trainingseinheiten in dieser Woche konnte er festhalten: „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Ich habe Vertrauen, dass wir’s können.“

Personell dürfte sich wenig ändern. Dominik Stroh-Engel, der am Freitag seinen 35. Geburtstag feierte, könnte im Angriffszentrum diesmal wieder zusammen mit Patrick Hasenhüttl stürmen. Der 17-jährige Boipelo Mashigo, der in Dresden sein Profi-Debüt feierte, ist wieder im Kader, die aktuell aussortierten Felix Schröter und Luca Marseiler dagegen nicht. Lucas Hufnagel und Felix Müller fehlen weiterhin verletzt.

SpVgg: Mantl - Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka - Fuchs, Stierlin - Anspach, Grauschopf - Stroh-Engel, Hasenhüttl.

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