Für Unterhaching geht es im Münchner Derby bei Türkgücü um Wiedergutmachung

Arie van Lent hat gute Erinnerungen ans Olympiastadion

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Beste Erinnerungen ans Olympiastadion: Hachings Trainer Arie van Lent hat in seiner letzten aktiven Saison in der Bundesliga 2003/04 mit Borussia Mönchengladbach den TSV 1860 2:1 geschlagen; das Siegtor schoss er selbst.

Es ist ein Münchner Derby und schon deshalb ein besonderes Spiel. Das Stadion dazu macht die Partie der SpVgg Unterhaching gegen Drittliga-Aufsteiger SV Türkgücü aber noch eine Spur interessanter. Gespielt wird am Samstag (14 Uhr) im altehrwürdigen Olympiastadion. Eine beeindruckende Kulisse, auch wenn keine Zuschauer dabei sein werden. Hachings Trainer Arie van Lent ist einer der wenigen, der die Münchner Kult-Spielstätte aus seiner aktiven Zeit kennt. Und er hat keine schlechten Erinnerungen daran.

Unterhaching – In seiner letzten aktiven Saison in der Bundesliga 2003/04 gewann van Lent mit Borussia Mönchengladbach beim TSV 1860 2:1. Der heutige Hachinger Chefcoach erzielte selbst das Siegtor, bereitete zudem das 1:0 seiner Borussen vor und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Bei den Löwen stand damals van Lents heutiger Co-Trainer Roman Tyce auf dem Platz. Zumindest als Zuschauer kennt auch SpVgg-Kapitän Markus Schwabl das Olympiastadion bestens. Als Vater Manfred von 1994 bis 97 bei den Löwen kickte, war Schwabl junior Stammgast auf der Tribüne. „Daran habe ich tolle Erinnerungen“, sagt er und unterstreicht die Vorfreude auf die Arena: „In diesem legendären Stadion hat von uns Spielern noch niemand gespielt, alleine deswegen wird es ein besonderes Highlight. Wir haben richtig Bock auf das Spiel.“

Die sportliche Aufgabe wird allerdings schwer. Aufsteiger Türkgücü, der als klar definiertes Nahziel die Zweite Liga ausgegeben hat und die Dritte Liga nur als Durchgangsstation sieht, liegt derzeit auf Tabellenplatz neun und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. „Eine gute Mannschaft, die sich in der Liga schnell etabliert hat“, sagt Coach van Lent, „und Türkgücü hat zwei Ausnahmespieler, auf die wir besonders achten müssen.“ Petar Sliskovic ist mit zehn Toren aktuell bester Torschütze der Dritten Liga, Sercan Sararer mit drei Toren und zehn Assists Top-Scorer sowie vom Notenschnitt der bisher beste Spieler der gesamten Liga.

Während Türkgücü punkten will, um oben dranzubleiben, geht es für die SpVgg wieder mal um Wiedergutmachung. Die schwache Leistung und das 0:2 im Nachholspiel in Halle am Mittwoch ließ „eine sehr enttäuschte Mannschaft“ zurück, wie van Lent berichtet. „Ich weiß nicht, warum wir uns drei Tage nach dem Sieg gegen Wehen Wiesbaden wieder so schwergetan haben. Der ein oder andere hat seine Leistung nicht abgerufen. Wir tun uns schwer im Moment, aber die Situation ist uns bewusst und die Stimmung trotzdem gut. Das Derby wollen wir trotz allem in jedem Fall gewinnen.“

Hachings Stürmer Patrick Hasenhüttl trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub – auch wenn von den letztjährigen Kollegen so gut wie niemand mehr übrig ist. In der zuletzt recht müden Hachinger Elf wird es definitiv Umstellungen geben, so dürften Dominik Stroh-Engel, Niclas Anspach und Felix Göttlicher eine Pause bekommen. Der in Halle verletzt ausgewechselte Luca Marseiler wird wohl auflaufen können.

SpVgg: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Grauschopf, Stierlin – Heinrich, Hufnagel, Marseiler – Hasenhüttl.

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