Das nächste Sechs-Punkte-Abstiegs-Duell

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Heute gilt’s: Im hohen Norden muss Trainer Arie van Lent mit der SpVgg Unterhaching in die Erfolgsspur finden.

Sechs-Punkte-Spiel, alles oder nichts, Durchatmen oder Depression – schon im zweiten Spiel der Rückrunde steht für die SpVgg Unterhaching heute Abend jede Menge auf dem Spiel. Der Abstiegskampf hat sich für das Team von Trainer Arie van Lent nach vier Niederlage und einem Unentschieden in den ersten fünf Partien des Jahres schon dramatisch zugespitzt. In der letzten Englischen Woche des Januars steht am Mittwoch (19 Uhr) das Auswärtsspiel beim Tabellen-Letzten VfB Lübeck an.

Unterhaching – Alles andere als ein Sieg ist da nicht akzeptabel. Möglich ist für die SpVgg alles: Vom Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz bis zur Verbesserung auf Platz 13 und einem Puffer von zumindest drei Punkten auf die Abstiegsränge.

„Mit Punkten Selbstvertrauen zurückkriegen“ lautet die Devise von Haching-Trainer Arie van Lent, der die Begegnung in Lübeck natürlich auch als „wichtiges Spiel“ bezeichnet, „gerade gegen einen Mitkonkurrenten. Aber für uns ist es im Moment immer wichtig zu punkten.“ Dass dies zuletzt nur einmal gelang – beim überzeugenden 0:0 gegen Türkgücü – war stets mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und Naivität begründet. An der grundsätzlichen Einstellung mochte van Lent keine Kritik äußern, auch als „fleißig“ lobt er seine Kicker immer wieder. Was den Holländer stört: „Wir schenken dem Gegner immer wieder Tore, das werfe ich der Mannschaft vor. Und wir haben unheimlich viel Mühe, selbst mal ein Tor zu machen. Wir müssen endlich mal konsequenter mit unseren Möglichkeiten umgehen. Es sind zu viele falsche Entscheidungen, die wir im Moment treffen.“

Für Lübeck stellt sich die Lage derzeit ganz ähnlich dar. Auch der VfB stand schon mal besser da, lag nach dem 11. Spieltag sogar noch auf Tabellenplatz zwölf. Die Negativserie des Aufsteigers hält nun allerdings schon einen Monat länger an als die der SpVgg. Drei Remis und fünf Niederlagen kassierte das Team des österreichischen Trainers Rolf Martin Landerl, der im hohen Norden schon seit viereinhalb Jahren im Amt ist, in den letzten zehn Partien. Aktuell hat Lübeck zwar die Rote Laterne in der Dritten Liga, aber noch ein Nachholspiel zu absolvieren und liegt damit im Kampf um den Klassenerhalt mindestens so gut im Rennen wie die Konkurrenz im Tabellenkeller.

Worauf sich die Hachinger immerhin freuen dürfen: Schnee liegt in Lübeck keiner, es kann auf grünem Rasen gespielt werden. Nach zwei Tagen Training im Schneetreiben und bei winterlichen Verhältnissen in Unterhaching eine Wohltat. „Die Bedingungen waren hier wirklich schwierig“, sagt Arie van Lent, „aber wir versuchen das Beste draus zu machen.“

Personell wird es wieder einige Umstellungen geben, da die letzten Englischen Wochen nun doch etlichen Spielern in den Knochen stecken. „Einige sind müde“, verrät der Hachinger Chefcoach, „obwohl sie jung sind. Aber es ist schon ungewohnt für die Spieler, alle paar Tage ein Spiel zu haben.“ Stürmer Patrick Hasenhüttl fällt wegen seiner Knieprellung aus, Niclas Anspach, der beim 1:2 gegen Zwickau am Samstag kurzfristig passen musste, ist wieder mit dabei.

SpVgg Unterhaching: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Turtschan – Grauschopf, Fuchs – Heinrich, Hufnagel, Marseiler –Schröter.

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