SpVgg Unterhaching hofft auf den Liga Neustart

Haching Profis hoffen auf Liga Re-Start - Juniorenteams trainieren wieder

Haching Profis hoffen auf Liga Re-Start - Juniorenteams trainieren wieder
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Haching Profis hoffen auf Liga Re-Start - Juniorenteams trainieren wieder

Seit Montag trainieren bei der SpVgg Unterhaching auch die Jugendteams des NLZ bis zur U15 in Kleingruppen wieder. Die Profis sind im regulären Mannschaftstraining und bereitet sich auf einen Re-Start vor.

Unterhaching – Und es gibt es auch den ersten Verletzten. Kapitän Josef Welzmüller erlitt einen Muskelbündelriss im Oberschenkel und muss für einige Wochen pausieren. Eine Folge der vermehrten Schusstrainings während der Zeit im Kleingruppentraining. Da hatte es zwischendurch auch Max Dombrowka und Alexander Fuchs erwischt, allerdings weniger schlimm. Welzmüller ist aber der einzige aus dem gemeldeten 26-Mann-Kader, der fehlt.Marc Endres ist ohnehin nicht dabei.

Dritte Corona-Testreihe negativ

Gestern stand vor der nächsten Einheit die vierte Testreihe auf das Corona-Virus für das gesamte 40-köpfige Team inklusive der Trainer und Betreuer an, die dritte am Samstag brachte wie die beiden zuvor ein negatives Ergebnis für alle. Heute stehen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, am Donnerstag und Freitag je eine, am Freitag auch der nächste Test.

Am Sonntag oder Montag könnte die Mannschaft dann in ihr gebuchtes Hotel in Quarantäne ziehen, sofern der Plan einer Saisonfortsetzung nicht gekippt wird. Cheftrainer Claus Schromm geht davon nicht aus und bleibt „weiterhin optimistisch“, wie er gestern erklärte: „Es sind jetzt alle Mannschaften der Liga zumindest wieder auf dem Platz. Ich glaube, die Aufregung legt sich. Es gibt immer weniger Argumente gegen eine Fortsetzung der Dritten Liga. Wir könnten jedenfalls loslegen.“

Claus Schromm: „Ich finde es richtig gut, dass wieder gespielt wird“

Der vielbeachtete Re-Start der Bundesliga und der Zweiten Liga am Wochenende hat auch für Hachings Chefcoach ein entscheidendes Signal gegeben. „Ich finde es richtig gut, dass wieder gespielt wird, und überragend, wie diszipliniert alles abgelaufen ist. Es hat definitiv jeder gesehen, dass es funktioniert, und es würde auch in der Dritten Liga funktionieren.“ Daher zollte Schromm auch der DFL und dem DFB seinen Respekt für die Vorbereitung. Sportlich gesehen sei noch nicht alles auf dem besten Niveau, „weil ein paar Automatismen fehlen, aber das ist normal.“

Fraglich ist der Neustart für die Dritte Liga dennoch, einige Drittligisten forcieren weiter ihre Bremsmanöver und spielen nun offensichtlich auf Zeit. Nachdem die Abbruch-Befürworter den ersten Starttermin quasi sabotierten, heißt es nun etwa von Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik, eine Verlängerung der Spielzeit über den 30. Juni hinaus sei „nicht akzeptabel“. Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses, fand im MDR genau dagegen einmal mehr deutliche Worte: Die für den Fall der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wohl unumgängliche gewordene Verlängerung der Saison hält er für „selbst eingebrockt“. Den Abbruch-Befürwortern warf er zudem vor: „Im Moment ist es äußerst unsolidarisch, was einige Klubs hier machen, die den Willen der Mehrheit bewusst ignorieren und untergraben.“

Hachinger Junioren trainieren wieder

Wann es im Jugendbereich weitergeht, ist noch völlig offen. Mit dem Okay von Landratsamt und Gemeinde am Montag kehrten bei der SpVgg Unterhaching die Nachwuchsteams aber umgehend auf den Platz zurück. Noch in Gruppen mit maximal zehn Personen pro Spielfeldhälfte, ebenso strengen Hygieneauflagen wie bei den Profis und im Sportpark, wo gestern U15 und U16 wieder trainierten, mit einer Einbahnstraßen-Regelung auf dem Weg zum Platz und zurück. „Die Jungs sind froh, dass sie endlich wieder auf den Platz dürfen und sich auch mal wieder sehen“, sagte U19-Trainer Robert Lechleiter. „An alle Regeln werden wir uns gewöhnen.“

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