3. Liga

Im Derby ist die Luft raus

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Gehen künftig getrennte Wege: Haching-Boss Manfred Schwabl und Alexander Winkler, der zum 1. FC Kaiserslautern wechselt. 

TSV 1860 - SpVgg Unterhaching: Ein Derby, bei dem die Luft raus ist.

Unterhaching – Wäre das Corona-Virus nicht dazwischengekommen, hätte man den Spielplan-Machern der Dritten Liga dankend zugenickt: Drei Spieltage vor Saisonende ein Derby beim TSV 1860 München, am ersten Mai-Wochenende wahrscheinlich bestes Fußballwetter, das Grünwalder Stadion voll bis unters Dach und womöglich wäre es noch um die Aufstiegschance gegangen. Die Realität: Die Luft ist für beide Lokalrivalen raus, das Stadion wird am Samstag (14 Uhr) leer sein. Immerhin versucht sich die SpVgg Unterhaching mit Blick auf die beiden Niederlagen dieser Saison gegen die Löwen noch einmal in Stimmung zu bringen. Außerdem ist die Partie das Abschiedsspiel von Alexander Winkler.

Der Innenverteidiger und aktuelle Kapitän verlässt die SpVgg nach insgesamt sieben Profi-Jahren Richtung Kaiserslautern. Der Vertrag endet am 30. Juni, an den beiden letzten Spieltagen im Juli wird der 28-Jährige nicht mehr für Haching auflaufen. Rechtlich wäre das zwar möglich gewesen und auch der neue Arbeitgeber hatte dem Spieler die Juli-Einsätze freigestellt. Als Vorsichtsmaßnahme (versicherungstechnische Fragezeichen) verständigten sich Spieler und Klub allerdings darauf, dass das Derby für Winkler das letzte Spiel für Haching sein wird.

Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen der Nachbarn waren für Haching bitter. In der Liga gab’s im Sportpark am ersten Adventswochenende 2019 eine turbulente 2:3-Niederlage, die Sascha Mölders mit seinem Treffer in der Nachspielzeit besiegelte. Bereits im Oktober hatte die SpVgg das Toto-Cup-Viertelfinale in Giesing im Elfmeterschießen mit 2:3 verloren. Das schmerzt noch immer, gibt Haching-Coach Claus Schromm zu. „Es wäre schon schön, wenn wir unseren Fans mit einem Derbysieg noch mal ein Geschenk machen könnten. Auch wenn die Partie sportlich nur noch eine geringe Wertigkeit hat, nachdem beide ihr Saisonziel, möglichst lange vorne mitzuspielen, verfehlen werden.“ Die SpVgg liegt nach sieben sieglosen Spielen in Folge nur noch auf Rang zehn, einen Platz und zwei Punkte davor der TSV 1860. „Die Tabellensituation ist uns jetzt aber egal“, betont Verteidiger Jannik Bandowski, „wir haben aus dem Hinspiel was gutzumachen, also ist das ein sehr wichtiges Derby.“

SpVgg: Mantl – Schwabl, Winkler, Greger, Dombrowka – J. Müller, Fuchs – Heinrich, F. Müller – Schröter, Stroh-Engel.

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