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US Open: Termin, Ort, Modus, Geschichte - Alle Infos zum Tennis-Turnier

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USTA Billie Jean King National Tennis Center in New York City bei den US-Open 2019
USTA Billie Jean King National Tennis Center in New York City bei den US-Open 2019 © COREY SIPKIN / IMAGO

Sowohl die Fans als auch die SpielerInnen lieben das spezielle Ambiente der US Open. Ein Überblick über den Termin, den Ort, den Modus und die Geschichte.

München – Mit dem Tennisturnier US Open wird alljährlich die Grand-Slam-Saison (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open) beendet. Eine Ausnahme gab es im Jahr 2020, als die US Open erst das zweite stattfindende Grand-Slam-Turnier waren, nachdem aufgrund der COVID-19-Pandemie die Wimbledon Championships ausgefallen waren und die French Open in den September 2020 verschoben wurden.

Normalerweise werden die US Open im August/September in New York City am USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows ausgespielt. Einer der größten Unterschiede zu den anderen Grand Slam-Turnieren: In den Spielpausen wird laute Musik gespielt, und Flugzeuge rasen vom nahe gelegenen LaGuardia Airport über das Stadion.

US Open – Stats & Facts

US Open – der Modus

In der ersten Hauptrunde der Einzel-Wettbewerbe der US Open treten jeweils 128 SportlerInnen an. Im Doppel gibt es 64 Teams, die um die Trophäen kämpfen. Gespielt wird „best of five“, also drei Gewinnsätze. Eine Änderung im Spielmodus sämtlicher Grand Slam-Turniere kam erstmals bei den diesjährigen French Open zum Einsatz: Die Veranstalter der Australian Open in Melbourne, Roland Garros in Paris, Wimbledon in London und der US Open in New York haben sich auf eine einheitliche Tiebreak-Regel geeinigt.

Seit einiger Zeit war nämlich bei allen Events im Entscheidungssatz eine unterschiedliche Regel geltend. Ab sofort wird das Tiebreak auf zehn Punkte gespielt, wobei zwei Punkte Unterschied sein müssen. Diese Neuerung gilt für sämtliche Einzel- und Doppel-Bewerbe sowie Nachwuchs- und Rollstuhl-Konkurrenzen.

US Open – die Geschichte

Gastgeber der US Open ist New York: gespielt wird in Flushing Meadows im USTA Billie Jean King National Tennis Center. Als Center Court dient dabei das Arthur Ashe Stadium, das 1997 erbaut wurde und mit über 22.500 Plätzen das größte Tennisstadion der Welt ist. Gegründet wurden die US Open im Jahr 1881 unter dem Namen „US National Championships“, bei denen Frauen die ersten sechs Jahre ausgeschlossen waren. Sie durften erstmals 1887 teilnehmen.

Gespielt wurde damals noch in Newport auf Rhode Island, wo mit dem „Dell Technologies Hall of Fame Tennis Open“ bis heute ein kleineres ATP-Turnier stattfindet. Die Damen spielten damals noch auf den Flächen des Philadelphia Cricket Clubs, 270 Meilen entfernt vom Newport Casino, ihre Siegerinnen aus. Der Wechsel nach New York erfolgte dann im Jahr 1915. Allerdings ging es zuerst nach Forest Hills im Stadtteil Queens. Der West Side Tennis Club beherbergte für die nächsten 63 Jahre sowohl das Damen- als auch das Herrenturnier.

Erst seit 1978 ist Flushing Meadows der fixe Austragungsort der US Open. Damals wurde auch das Beton-Kunststoff-Gemisch „DecoTurf“ eingeführt, auf dem bis heute gespielt wird. Zuvor wurden u. a. auch ein anderes Hartplatz-Gemisch und Rasen als Spielfläche verwendet.

Tickets für die US Open

Auch wenn der Tenniskomplex im Flushing-Meadows-Park zahlreiche Courts umfasst, sind die Tickets für die US Open jährlich schnell ausgebucht. Wer also ein Ticket haben möchte, muss schnell sein.

Die Tickets sind erhältlich über Ticketmaster, den offiziellen Shop der US Open, und über den Zweitmarkt. Je nach Turnierrunde, Stadion und Sitzblock schwanken die Preise pro Ticket. Tickets können nur für die drei größten Stadien reserviert werden.

US Open - wichtige Eckpunkte bzw. was nicht jedermann weiß:

US Open – mehrfache Sieger im Herren-Einzel

Alle bisherigen Sieger der US-Open finden Sie in der Liste bei tz.de.

US Open – mehrfache Sieger im Damen-Einzel

Alle bisherigen Siegerinnen der US-Open finden Sie ebenfalls bei tz.de.

US Open – der Spielplan 2022

Dieser (geplante) Spielplan kann sich noch kurzfristig ändern.

US Open – die Trophäen

Haben die Pokale und Trophäen der Australian Open („Norman Brookes Challenge Cup“ bzw. „Daphne Akhurst Memorial Cup“), French Open („La Coupe des Mosquetaires“ bzw. „La Coupe Suzanne Lenglen“) und Wimbledon („The All England Lawn Tennis Club Single Handed Champion of the World“ bzw .„Venus Rosewater Dish“) eigene Namen, so ist das bei den US Open komplett anders: Im Jahr 1987 kreierte der New Yorker Juwelier Tiffany & Co. die Siegertrophäen bei den US Open, die bis heute keinen besonderen Namen haben.

Die handgemachten Pokale sind mit uralten Techniken komplett aus Sterlingsilber gefertigt. Die Herrentrophäe ist 50 Zentimeter groß, 43 Zentimeter breit und wiegt 3,2 Kilogramm. Die Damentrophäe ist nahezu identisch, nur etwas kleiner als jene der Herren: 30 Zentimeter groß, 37 Zentimeter breit und 2,25 Kilogramm schwer. Bei beiden Trophäen werden die Siegernamen von Tiffany & Co. auf dem Pokalrücken eingraviert. Sind die US Open zu Ende, so sind beide Pokale in der International Tennis Hall of Fame in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island ausgestellt.

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