Keine Umstellung gegen Wiesbaden

Türkgücü: „Nicht durchdrehen“ – Hyballa bleibt trotz 0:4 entspannt

Will nach der Magdeburg-Schlappe nicht alles über den Haufen werfen: Peter Hyballa.
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Will nach der Magdeburg-Schlappe nicht alles über den Haufen werfen: Peter Hyballa.

Das zweite Spiel von Peter Hyballa für Türkgücü war ein herber Dämpfer. Mit 0:4 ging sein Team in Magdeburg unter. Für den Neu-Coach kein Grund durchzudrehen.

München – Nach Abpfiff eilte Peter Hyballa erst mal zu seiner Mannschaft. Eine Standpauke gab es aber nicht, trotz der 0:4-Niederlage beim 1. FC Magdeburg. „Ich habe den Jungs gesagt: Kopf hoch, nicht durchdrehen. Bei einem 0:4 kannst du draufschlagen, ein paar Sachen waren wirklich nicht gut, aber ein paar Sachen haben mir auch gefallen.“

Die Münchner spielten gegen den Tabellenführer der 3. Liga in der ersten Halbzeit gut mit. Petar Sliskovic vergab eine hundertprozentige Torchance. Doch der Doppelschlag (55./56.) – Hyballa: schneller Quickie – innerhalb einer Minute zerstörten die Münchner Hoffnungen auf den nächsten Erfolg unter Hyballa. „Wenn du anpressen willst, musst du auch pressen, wenn der Ball rollt. Nicht nur, wenn der Ball steht“, monierte der Trainer. Auch Torwart René Vollath ärgerte sich darüber, dass man die Gegentore zu leicht hergeschenkt habe: „Wir hatten eine Idee, die haben wir nicht umgesetzt. Wir müssen uns mehr an den Matchplan halten, fertig.“

Immerhin: Das nächste Ligaspiel findet erst am 17.10 gegen Wehen Wiesbaden statt. Trotz der Partie im Totopokal (Samstag in Aubstadt) bleibt Hyballa nun Zeit, um sein intensives System der Mannschaft näherzubringen. Mit möglichst viel Feingefühl: „Du verlierst deine Mannschaft, wenn du die jetzt durchjagst.“ Er wolle mit dem Team zusammen wachsen. Auch an der Spielphilosophie soll nichts geändert werden. Die Gegentore seien nicht aus dem hohen Anlaufen entstanden: „Es ist meine Idee und die werden wir auch weiter machen. Wir müssen dahin kommen, wo es wehtut. Die tiefen Läufe fehlen noch.“ (nms)

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