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Sperren, Wechsel, Torjäger - DFB beantwortet Fragen zum Türkgücü-Aus

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Von: Korbinian Kothny

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Philipp Steinhart sah im Hinspiel gegen Türkgücü München die Gelbe Karte.
Philipp Steinhart sah im Hinspiel gegen Türkgücü München die Gelbe Karte. © Sven Leifer

Türkgücü München musste letzte Woche vom Spielbetrieb abmelden. Die Partien werden aus der Wertung genommen. Was passiert aber mit den persönlichen Statistiken?

München - So etwas hat es in Deutschland noch nie gegeben. Mit Türkgücü München musste das erste Mal im deutschen Profibereich eine Mannschaft während der laufenden Saison vom Spielbetrieb abmelden.

Dadurch werden alle Türkgücü-Resultate aus der Wertung genommen. Mit immensen Folgen für den Auf- und Abstiegskampf. Die Vereine sprechen von „Wettbewerbsverzehrung“ und „Vollkatastrophe“. Doch was sind die restlichen Folgen der Abmeldung? Zählen persönliche Strafen und Statistiken aus den Spielen gegen Türkgücü weiterhin? Können die Ex-Profis von der Heinrich-Wieland-Straße noch für einen anderen Verein in der laufenden Saison eingreifen? Der DFB hat auf seiner Website die wichtigsten Fragen beantwortet.

Türkgücü München: Läuft Rieder diese Saison noch im 1860-Trikot auf?

Die wichtigste Frage ist wohl: Was passiert mit den Spielern von Türkgücü München? Zum 1. April sind die Profis vertragslos und können sich nach einem neuen Verein umschauen. Beim TSV 1860 München werden unter anderem Tim Rieder und Albion Vrenezi gehandelt.

Ein Transfer ist allerdings erst in der nächsten Transferperiode möglich. Diese beginnt in Deutschland am 1. Juli. Davor kann ein Spieler den Verein nicht wechseln und damit für den Spielbetrieb gemeldet werden. Kurz gesagt: Die Ex-Profis von Türkgücü dürfen erst in der kommenden Saison für einen neuen Verein auflaufen.

Türkgücü-Aus: Persönliche Strafen und Statistiken bleiben bestehen

Spannend ist es auch, wie mit den persönlichen Strafen umgegangen wird, die ein Spieler gegen Türkgücü erhalten hat. Der „DFB“ teilt mit: „Jeder Spieler behält die Karten, die er in der laufenden Saison gegen Türkgücü gesehen hat.“

Ex-Löwe Emanuel Taffertshofer ist deswegen am Freitag für den SV Wehen Wiesbaden beim SV Meppen gesperrt. Er hatte im letzten Spiel von Türkgücü München in dieser Saison seine fünfte Gelbe Karte gesehen. Interessant könnte diese Regelanwendung auch noch für Phillipp Steinhart werden. Der Außenverteidiger hatte im Hinspiel gegen Türkgücü die Gelbe Karte gesehen und steht aktuell bei vier Verwarnungen. Bei seiner nächsten Gelben Karte ist der 29-Jährige also gesperrt.

Im Bereich der persönlichen Statistiken wird genauso verfahren, wie mit den persönlichen Strafen. Sprich, die Tore und Assists werden auch weiterhin in den Statistiken mitgezählt. Ebenso fließen die Einsatzzeiten aus den absolvierten Partien gegen Türkgücü auch in die Berechnung des Nachwuchsfördertopfes ein. (kk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA Anmerkung der Redaktion: Trotz des gleichen Nachnamens sind der Autor des Textes und Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny weder verwandt, noch verschwägert. Er schreibt die Texte im Auftrag der Redaktion tz/Münchner Merkur/Fussball Vorort.

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