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Kothny erklärt Türkgücüs Börsen-Plan: „Abhängigkeit von einer Person ist nicht gesund“

Bringt seinen Verein an die Börse: Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny.
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Bringt seinen Verein an die Börse: Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny.

Acht Millionen Euro erhofft sich Türkgücü vom Börsengang. Was hat der Verein mit dem Geld vor? Wie groß sind die Hoffnungen? Max Kothny klärt auf.

München - Türkgücü München* geht an die Börse. Ab jetzt sind die Aktien zu haben. Acht Millionen Euro erhofft sich der Drittligist im Zeichnungszeitraum. Damit sollen große Ziele verwirklicht werden können. Geschäftsführer Max Kothny erklärt im Rahmen einer Pressekonferenz die Hintergründe.

Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny über ...

... die Vorbereitungen: „Wir haben uns das letzte halbe Jahr intensiv damit beschäftigt, wie sich Türkgücü weiterentwickeln kann, wie wir unsere Professionalisierung vorantreiben können. Wir haben die starre GmbH zu einer GmbH & CoKGaA umgewandelt. Das schafft uns die Möglichkeit, Aktien zu verkaufen - im Rahmen einer Kapitalerhöhung.“

... was mit den Aktien-Millionen getan werden soll: „Unser Ziel ist ambitioniert: Es ist, so schnell wie möglich, den Weg in die 2. Bundesliga zu schaffen, ein Nachwuchsleistungszentrum zu erbauen. Und das Geld fällt ja leider nicht vom Himmel. So geben wir Anlegern die Möglichkeit, sich an diesem Weg zu beteiligten.“

... den Beginn des Zeichnungszeitraums: „Das ganze wird heute noch (Donnerstag, 26. August, d.R.) starten und dauert bis zum 15. Oktober an.“

... den Ablauf: „Die Aktionäre zeichnen über eine Online-Plattform nach. Über den Zeichnungszeitraum werden die Aktien geschaffen und jeder Anleger erhält seinen Teil ins Depot. Unser Ziel ist, noch 2021 an die Münchner Börse zu gehen.“

... weitere Kapitalerhöhung: „Wir machen jetzt aktuell diese Kapitalerhöhung und wollen an der Börse erstmal nur ein Listing machen. Eine weitere Kapitalerhöhung ist nicht ausgeschlossen.“

... wie Aktien erworben werden können: „Du brauchst ein Aktiendepot. Da haben unsere Partner einen besonderen Deal für Aktionäre ausgehandelt. So dass man ein kostenloses Depot anlegen kann. Es gibt einen Zeichnungsschein, dann werden die Aktien erstellt und jeder Anleger erhält sie.“

... neue Unabhängigkeit von Hasan Kivran: „Im Zuge der Umwandlung hat Hasan Kivran einen Teil seiner Anteile verkauft. Er ist aber immer noch bei über 80 Prozent. Durch das Schaffen neuer Anteile verbessern sich natürlich auch seine Anteile. Es ist wichtig für den Klub, sich auf eine breite Basis zu stellen. Die Abhängigkeit von einer Personen kann für einen Verein nicht gesund sein - die ist auch nicht gesund. Wir wollen uns natürlich gar nicht von Hasan Kivran lösen, aber etwas finanzielle Last von ihm nehmen. Es ist wichtig eine breite Struktur hinzubekommen, damit wir einfach eine saubere Basis schaffen.“

... Resonanz von etwaigen Sponsoren: „Mich haben viele Emails aus ganz Deutschland erhalten. Wir haben natürlich direkt nach Billigung der BAFIN mit Sponsoren gesprochen. Wir werden jetzt auch eine Roadshow machen und Türkgücü noch weiter präsentieren.“

... den bisherigen finanziellen Aufwand von Hasan Kivran: „Wir sprechen hier von ungefähr 6 Millionen Euro , die bisher in den Klub geflossen sind.“

... den Anlage-Plan: „Zum einen muss der Kader finanziert werden. Wir wollen in die 2. Liga aufsteigen. Da benötigst du das Maximum. Aber natürlich ist das nicht alles. Ein Nachwuchsleistungszentrum ist essenziell. Wir haben mit der Stadt München gesprochen, wo das errichtet werden kann. Das könnten wir jetzt auch in Eigenleistung bauen. Es geht primär darum, Kader und NLZ zu finanzieren. Das sind die Dinge, die auch zukünftig den Unternehmenswert steigern und woran dann auch die Aktionäre partizipieren können.“

... was ihm wichtig ist: „Türkgücü ist ein Klub, der sich seit vier oder sogar fünf Jahren im stetigen Wandel befindet. Wir sind binnen kürzester Zeit vom Breitensport in den Profifußball aufgestiegen. Wir haben Strukturen geschaffen, die noch immer ausbaubar sind. Fußball ist langfristig ausgerichtet. Da muss sich Türkgücü etablieren. Mit dem Alleinstellungsmerkmal des Melting Pots sehe ich da auch eine ganz klare Berechtigung für Türkgücü.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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