Türkgücüs Geschäftsführer fordert mehr finanzielle Unterstützung

Kothnys Kritik an Corona-Nothilfe: „Ich bin für Gleichbehandlung“

Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny
+
Im Kontakt mit den anderen Aufsteigern: Max Kothny

Max Kothny erhofft sich mehr finanzielle Unterstützung für Türkgücü München. Der 24-Jährige Geschäftsführer hält die bislang erhaltene Summe der Corona-Nothilfe für nicht angemessen. Nun wurde sogar eine Beschwerde eingereicht.

  • Türkgücü München hat bislang einen niedrigen fünfstelligen Betrag als Corona-Nothilfe erhalten
  • Geschäftsführer Max Kothny: „In der 3. Liga kämpft jeder Verein finanziell ums Überleben“
  • Antrag beim Innenministerium blieb unbeantwortet

Der nächste Auftritt von Türkgücü in der 3. Liga stand schon wieder auf der Kippe. Das Derby gegen Unterhaching musste vergangenen Samstag aufgrund eines Coronafalls im Team der Münchner abgesagt werden, nun gibt es Probleme beim Gegner. Der KFC Uerdingen ist mit der Stadionmiete massiv im Rückstand. Wie der „kicker“ berichtete, muss Uerdingen 230 000 Euro nachzahlen. Der Düsseldorfer Stadionbetreiber drohte sogar damit, für das heutige Spiel den Zutritt zu verweigern.

Freitag Mittag gab es dann Entwarnung: Der Verein aus Krefeld hat bis Montag Zeit, um die ausstehende Zahlung zu begleichen. So machten sich die Münchner, die nach der Quarantäne erst am Donnerstag ins Kontakttraining zurückkehrten, heute auf dem Weg ins Rheinland. Doch aktuell liegt der Fokus nicht nur auf dem Sportlichen. Max Kothny ist mit der bislang erhaltenen Corona-Nothilfe unzufrieden: „200 Millionen Euro werden in den Profisport gesteckt, man sieht aber an den aktuellen Zahlen, dass es extrem schwierig ist, an die Gelder zu kommen“, sagt der Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung. Hintergrund: Als Aufsteiger werden bei Türkgücü die Einnahmen aus der vergangenen Regionalliga-Hinrunde berücksichtigt. „Ich bin für eine Gleichbehandlung und nicht dafür, dass man mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag abgefunden wird“, sagt Kothny. Nach Informationen unserer Zeitung deckt die bislang erhaltene Summe nicht mal die geplanten Einkünfte eines Heimspiels mit Zuschauern. „Gerade in der 3. Liga kämpft jeder Verein finanziell ums Überleben. Als Aufsteiger sind wir noch mal in einer besonderen Situation, die aber überhaupt nicht berücksichtigt wird“, so Kothny. Der 24-Jährige erläutert, man habe sich nach einer intensiven Wirtschaftsplanung für die 3. Liga entschieden. Umso ärgerlicher, dass nun bei der Corona-Nothilfe nicht die Planzahlen für die aktuelle Saison, sondern die Spielzeit in der Regionalliga als Relevanzgröße genommen wird.

Der Verein ist in Kontakt mit den anderen Aufsteigern, dem DFB, DOSB und Teamsport Deutschland. Sogar ein gesonderter Antrag beim Innenministerium wurde gestellt, „es kommt aber einfach nichts zurück.“ Auf den ersten Antrag wurde nun eine Beschwerde eingereicht.

Kothny hofft, dass die Aufsteiger nun doch noch mit den Planzahlen oder einer Quotientenregeln unterstützt werden.

Auch interessant

Kommentare