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Türkgücü darf ins Grünwalder - Stadt München unterstützt Regionalliga-Start

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Von: Moritz Bletzinger

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Türkgücü München im Grünwalder Stadion: Nächste Saison könnte es wieder soweit sein.
Türkgücü München im Grünwalder Stadion: Nächste Saison könnte es wieder soweit sein. © kolbert-press/Ulrich Gamel/Imago

Türkgücü München braucht dringend ein Stadion, wenn die Perlacher Regionalliga spielen wollen. Ein Teil der Spiele könnte im Grünwalder Stadion stattfinden.

München - Nach dem Abbruch des Spielbetriebs waren die Fragezeichen an der Heinrich-Wieland-Straße groß: Wohin geht es für Türkgücü München. Es sah bereits danach aus, als stürze der Verein bis in die C-Klasse (12. Liga).

Am Mittwoch ließ Geschäftsführer Max Kothny aber die Bombe platzen: Türkgücü München hat sich für die Regionalliga Bayern gemeldet, alle Unterlagen seien bereits oder werden eingereicht. Die DFB-Regularien spielen Türkgücü dabei in die Karten. Demnach ist der Klub für die Regionalliga spielberechtigt. Die Lizensierung liegt nun beim Bayerischen Fußballverband, dessen Auflagen nicht sehr streng sind. Die Finanzierung der Verein wird in Bayern beispielsweise nicht geprüft.

Türkgücü München braucht Stadion für die Regionalliga - Suche unter Zeitdruck

Das Wichtigste ist: Ein taugliches Stadion. Und genau danach sucht Türkgücü (nicht zum ersten Mal) fieberhaft. Dem SV Heimstetten liegt bereits eine Anfrage der Perlacher vor, hat aber noch nicht entschieden.

Türkgücü München dürfte die Frage unter den Fingern brennen. Am Freitag müssen die Unterlagen beim Verband sein. Geklärt ist die Frage stand Mittwoch noch nicht. Die Stadt München kommt dem Verein aber schon einmal entgegen.

Stadt München unterstützt Türkgücü - Sportbürgermeisterin sichert Spiele im Grünwalder Stadion zu

Über die Regionalliga-Pläne von Türkgücü München wisse sie nichts, sagt Münchens Sportbürgermeistern Verena Dietl auf Nachfrage von Fussball Vorort. Aber: „Selbstverständlich würden wir aber einen Start in der Regionalliga begrüßen und unterstützen den Verein, im Amateurbereich wieder Fuß fassen zu können und damit auch die begonnene Nachwuchsarbeit und den Trainingsbetrieb der weiteren Mannschaften fortzuführen.“

In der Tat hat Türkgücü auch seine Jugendabteilung in den vergangenen Jahren stark angekurbelt, nicht zuletzt brauchte der Verein ein Nachwuchsleistungszentrum für die Pläne, bis in die 2. Bundesliga zu kommen.

TSV 1860 München und FC Bayern haben Vorrecht: Türkgücü muss sich hinter Platzhirschen anstellen

Den Löwen und den FC Bayern Amateuren reißt die Stadt München das Grünwalder Stadion aber nicht aus den Händen. „Das Städtische Stadion könnte aufgrund des Vorrangs des TSV München von 1860 sowie des FCB II für alle Pflichtspiele – wie in den Vorjahren - nur für max. 12 Spiele zur Verfügung gestellt werden“, sagt Verena Dietl.

Gratis werden die Spiele auf Giesings Höhen ebenfalls nicht. Obwohl die Kosten in der Regionalliga schon deutlich geringer sind, als in der 3. Liga. Die Stadt München hat die Stadionmiete im Profibereich auf 10.000 Euro angehoben. Die Regionalliga rechnet sie zum Amateurbereich und verlangt dort 900 Euro Mindestmiete pro Spiel. Hinzu kommen 2.500 Euro Nebenkosten pro Regionalliga-Spieltag und gegebenenfalls weitere 2.500 Euro für die Verwendung des Flutlichts. (moe) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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