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Türkgücü in der Regionalliga? „Wäre nicht fair“ - Wenig Gegenliebe für Neustart-Szenario

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Von: Moritz Bletzinger

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„Wir kommen bald wieder“, schrieben die Fans von Türkgücü München - möglicherweise muss der Verein gar nicht so weit weg von der 3. Liga.
„Wir kommen bald wieder“, schrieben die Fans von Türkgücü München - möglicherweise muss der Verein gar nicht so weit weg von der 3. Liga. © Imago/kolbert-press/Ulrich Gamel

Türkgücü München nun doch wieder in der Regionalliga? Der Klub drängt in Bayerns Belletage, die anderen Vereine finden das teils unfair.

München - Kann Türkgücü München nach dem großen Knall den ganz großen Absturz verhindern? Momentan deutet vieles darauf hin. Türkgücü forciert den Neustart in der Regionalliga. Begeisterung ist von dort keine zu Vernehmen.

Regionalligasprecher Andreas Huber (SV Wacker Burghausen) beklagt, Türkgücü habe mit hohen Gehältern die Insolvenz riskiert und sich selbst in die Lage gebracht, dass der Absturz in die C-Klasse laut Statuten des BFV beinahe schon feststand. Jetzt retten die DFB-Regularien den Klub wohl vor dem Worst-Case-Szenario, für Huber überraschend.

„Wäre keine faire Lösung“: Regionalligasprecher von Türkgücü-Szenario nicht begeistert

„Es wäre keine faire Lösung, sollte Türkgücü in die Regionalliga eingegliedert werden“, sagt Huber. Mit seinem Geschäftsgebaren habe sich der Klub in den letzten Jahren nicht gerade beliebt gemacht: „Dass das in der breiten Fußballbevölkerung nicht auf Zuneigung stößt, ist eigentlich klar. Der Ruf der 3. Liga wurde durch die Insolvenz in Mitleidenschaft gezogen.“

Am Mittwoch findet eine Sitzung aller Regionalliga-Vereine statt. Auf der Agenda stehe das Türkgücü-Szenario nicht, merkt Huber an, aber es werde sicherlich zur Sprache kommen.

Türkgücü München: Stadion-Anfrage an SV Heimstetten - Spielbetrieb in der Regionalliga möglich?

Beim SV Heimstetten hat Türkgücü München bereits angeklopft: Die Perlacher wollen den Sportpark in Kirchheim für Heimspiele nutzen. Eine Entscheidung hat Heimstetten noch nicht mitgeteilt, Abteilungsleiter Michael Matejka sieht dabei vor allem terminliche Probleme.

Eine etwaige Absage habe nichts mit Türkgücü München, sondern mit den Umständen zu tun. Die grundsätzliche Teilnahme von Türkgücü an der Regionalliga steht für Matejka aber auf einem anderen Blatt: „Ich fände es nicht fair, wenn ein Verein für die Insolvenz in der 3. Liga mit der Regionalliga belohnt wird.“

„Türkgücü hat viele Sympathien verspielt“: Matejka rechnet nicht mit Begeisterung bei Regionalliga-Start

„Für mich ist es nicht verständlich, wie so ein Klub in der höchsten Amateurspielklasse antreten darf. Ich bin da schon sprachlos, dass unser Verband da ohne Regelung dasteht“, sagt Matejka und ergänzt: „Ich will gar niemandem etwas schlechtes, es wird aber wahrscheinlich nicht auf viel Sympathie stoßen, wenn Türkgücü eingegliedert wird.“

„Durch ihr Auftreten in den letzten Jahren, die vielen Trainer-Entlassungen, wurden viele Sympathien verspielt“, merkt er an, „da kann die Basis der Vereins aber gar nichts dafür. Da sind Einzelne verantwortlich.“ (moe) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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