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Türkgücü will Stadion für die Regionalliga: SV Heimstetten diskutiert Anfrage von Insolvenzklub

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Von: Moritz Bletzinger

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Max Kothny hofft auf eine positive Antwort vom SV Heimstetten: Michael Matejka macht sich die Entscheidung.
Max Kothny hofft auf eine positive Antwort vom SV Heimstetten: Michael Matejka macht sich die Entscheidung. © Imago/Beautiful Sports/Lackovic

Türkgücü München will in der Regionalliga starten. Braucht dafür aber ein Stadion. Der SV Heimstetten hat eine offizielle Anfrage bekommen. Die wird jetzt diskutiert.

München - Quo vadis, Türkgücü München? Diese große Frage beschäftigt den Verein aus Neuperlach schon lange. Spätestens seit dem Abbruch des Spielbetriebs in der 3. Liga ist sie existenziell. Wohin er will, weiß der Klub aber mittlerweile: In die Regionalliga Bayern.

Spielrecht in Bayerns Belletage bekommt Türkgücü, weil der DFB die Abmeldung vom Spielbetrieb wie einen sportlichen Abstieg behandelt. Somit darf der Klub grundsätzlich an der Regionalliga teilnehmen. Die Finanzierung prüft der Bayerische Fußballverband hierfür nicht. Eines ist entscheidend: Gibt es ein taugliches Stadion?

Türkgücü München will in Heimstetten spielen: Regionalliga-Verein prüft offizielle Anfrage

Türkgücü München steht bei der Suche jetzt unter Hochdruck. Und hat bereits eine offizielle Anfrage an den SV Heimstetten gestellt. Zehn Spiele will Türkgücü im dortigen Sportpark austragen, bestätigt SVH-Abteilungsleiter Michael Matejka.

Der SV Heimstetten muss jetzt abwägen. Vorstand und Gemeinde diskutieren die Machbarkeit, Türkgücü im Sportpark unterzubringen. „Das ist nicht zuletzt eine sportpolitische Entscheidung“, sagt Matejka, „es spielen viele Faktoren eine Rolle.“

Vor allem sieht der Heimstettener Fußballchef ein terminliches Problem. „Wir sind gerade dabei, eine dritte Mannschaft zu gründen. Dann hätten wir über 25 Teams und drei Plätze.“ Passt noch eine Herrenmannschaft in den Spielplan? Eine Mehrheitsentscheidung im Vorstand soll gefällt werden.

Enormer Aufwand: Heimstetten-Abteilungsleiter Matejka sieht Türkgücü-Spiele beim SVH problematisch

„Mir als Fußballabteilungsleiter wäre es jetzt nicht unbedingt recht“, verrät Matejka, „das hat nichts mit Türkgücü München zu tun, sondern mit den Umständen. Das letzte Mal, als sie auf unserer Anlage gespielt haben, war es schon ein Kraftakt. Bei einem Regionalligaspiel müssen so viele Ehrenamtliche im Einsatz sein.“ In der Saison 2019/20 spielte Türkgücü bereits im Heimstettener Sportpark, die möglichen Gastgeber wissen also, was auf sie zukommt.

„Der finanzielle Aspekt steht für mich eigentlich nicht im Verhältnis zum Aufwand“, schließt Matejka. Am Donnerstag, spätestens am Freitag, will der SV Heimstetten seine Entscheidung fällen. Zum Ende der Woche muss Türkgücü München seine Unterlagen beim BFV einreichen. (moe) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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