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„Intensive Ursachenforschung“ - So läuft die Trainersuche bei Türkgücü München ab

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Immer auf Ballhöhe: Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny (24). 
Bleibt am Ball: Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny. © Imago

Vier Trainer mussten 2021 schon gehen. Wie geht es weiter bei Türkgücü München? Geschäftsführer Max Kothny gibt einen Einblick in den Entscheidungsprozess.

München – Bei Türkgücü München wird fleißig getüftelt. Nach dem Rauswurf von Peter Hyballa* – die vierte Entlassung im Jahr 2021 – bemüht sich die sportliche Leitung, eine Lösung für die angespannte Situation zu finden.

Geschäftsführer Max Kothny bringt die entscheidende Frage im Gespräch mit dem Münchner Merkur auf den Punkt: „Warum schaffen es zwei verschiedene Trainerprofile nicht, mit einer Mannschaft von dieser Qualität Erfolg zu haben?“ Kothny spielt auf den ruhigen Petr Ruman und den wilden Hyballa an, die beide an den Ansprüchen Türkgücüs scheiterten.

Daher wolle man aktuell „noch tiefer in die Ursachenforschung gehen“. Die Trainerfrage ist bislang noch völlig offen, die Verantwortlichen sehen die Mannschaft beim langjährigen Co-Trainer Alper Kayabunar – seit zehn Jahren im Verein – in guten Händen. „Ich fühle mich hier pudelwohl“, sagte Kayabunar auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Zwickau am Montag (19 Uhr). Der 35-Jährige bedauert die Entlassung, da er mit „Peter sehr gerne zusammengearbeitet“ habe, nun vertraut Kayabunar auf die individuelle Qualität seiner Mannschaft.

Türkgücü München will sich Zeit nehmen, um den richtigen „Leitwolf“ für die Mannschaft zu finden

Laut DFB-Ordnung darf ein Interimscoach ohne Fußballlehrerschein allerdings nur 15 Tage im Amt sein. Eines ist aber schon klar: Nach Informationen des Münchner Merkurs ist Daniel Bierofka keine Option bei Türkgücü. Der langjährige Löwen-Trainer hatte jüngst im Interview verraten, dass er sich Gespräche mit den Münchnern vorstellen kann.

Türkgücü will nun erst das Profil für den gewünschten Trainer noch schärfen, „um zu sehen, welcher Leitwolf für diese Mannschaft der richtige ist“: „Wir wollen uns nicht in acht Wochen wieder dieselben Fragen stellen müssen und nehmen uns daher jetzt die nötige Zeit“, so Kothny.

Vor einigen Wochen hatte Türkgücüs Stratege der Mannschaft „Sattheit“ vorgeworfen: „Wenn du dir jede Woche einredest, dass du gut spielst, aber die Spiele verlierst, wirst du keinen Erfolg haben“, erklärt Kothny. Daher seien manchmal externe Impulse notwendig. Der 24-Jährige erwartetet, „dass jeder bei Türkgücü München ans Maximum geht. Ich bin aber überzeugt davon, dass die Mannschaft das verstanden hat und alles dafür gibt, dass wir wieder in die Erfolgsspur finden“.

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