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Türkgücü München: Lage brenzlig - Kothnys Appell an den gesamten Verein

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Fußball, 3. Liga, 20210417, Türkgücü München - TSV 1860 München. Im Bild Geschäftsführer von Tuerkguecue Türkgücü Münche
Steht für Türkgücü ein: Geschäftsführer Max Kothny © Markus Fischer via www.imago-images.de

Vom sportlichen Erfolg hängt bei Türkgücü München vieles ab. Die Akquise von neuen Investoren, schließlich ist aktuell ein Börsengang geplant. Doch erst mal kämpft man gegen den Abstieg in die Regionalliga.

München – Nach nur 64 Tagen endet die nächste Beziehung an der Heinrich-Wieland-Straße. Das Projekt Peter Hyballa ist krachend gescheitert – Türkgücü München gab gestern die Trennung* bekannt. Der 45-Jährige sollte die Münchner eigentlich wieder in Richtung der oberen Tabellenhälfte führen, der ambitionierte Verein von Präsident Hasan Kivran hatte sich neue Impulse erhofft. Doch nach der 0:2-Niederlage in Braunschweig sahen die Verantwortlichen keinen anderen Weg, als noch in der Hinrunde dem zweiten Trainer – nach Petr Ruman – Lebewohl zu sagen. Zuvor mussten 2021 bereits Serdar Dayat und Alexander Schmidt gehen.

Die Bilanz Hyballas: sieben Spiele in der 3. Liga, fünf Pleiten, zuletzt sogar vier davon infolge. Hinzu kommt das bittere Totopokal-Aus in Aubstadt. Die jüngste Erfolglosigkeit kostet Hyballa nun den Job, gestern verabschiedete sich der Fußball-Lehrer noch von der Mannschaft.

Erst die Marschroute vorgeben, dann den Nachfolger finden: Viel Arbeit für Max Kothny

„Die Resultate der vergangenen Spiele sowie das Tabellenbild, das sich zuletzt entwickelt hatte, haben uns dazu bewegt, an dieser Stelle den gemeinsamen Weg mit Peter Hyballa zu beenden“, erklärte Geschäftsführer Max Kothny. Aber natürlich danke man dem gefeuerten Coach für seinen unermüdlichen Einsatz. Die beiden Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky leiten zunächst das Training, im Idealfall soll aber noch vor dem Spiel gegen Zwickau (Montag, 19 Uhr) ein Nachfolger präsentiert werden. „In den kommenden Tagen werden wir uns intensive Gedanken über die Marschroute der anstehenden Wochen und Monate machen, um so einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können“, sagt Kothny.

Aktuell stehen die Münchner auf Rang 16, nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Als Ziel wurde der Aufstieg bis 2023, also spätestens in der nächsten Saison, ausgerufen. Am sportlichen Erfolg hängt bei Türkgücü besonders viel. Der geplante Börsengang und somit die Akquise von neuen Investoren – man will ja unabhängig werden von Kivran – und auch die Verhandlungen mit der Stadt um ein Nachwuchsleistungszentrum. Doch aktuell droht sogar der Rückfall in die Regionalliga. Grund genug für Kothny, einen Appell an den gesamten Verein zu richten: „Wir müssen uns GEMEINSAM der Brisanz der aktuellen sportlichen Situation bewusst sein und auch GEMEINSAM eine Reaktion zeigen, uns herauskämpfen und wieder Punkte holen.“

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