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Türkgücü: Neustart in der Regionalliga? DFB-Recht verhindert den Absturz

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Von: Korbinian Kothny

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Max Kothny will mit Türkgücü nächstes Jahr in der Regionalliga an den Start gehen.
Max Kothny will mit Türkgücü nächstes Jahr in der Regionalliga an den Start gehen. © Ulrich Wagner / Imago images

Türkgücü München reicht die Lizenzunterlagen für die Regionalliga in der kommenden Saison ein. Ein Eingliederungsantrag ist nicht nötig.

München - Türkgücü München darf aller Voraussicht nach in der nächsten Saison in der Regionalliga Bayern an den Start gehen. Geschäftsführer Max Kothny bestätigte, die Lizenzunterlagen fristgerecht für die höchste bayrische Amateurliga einzureichen.

Sofern der BFV der Teilnahmeerklärung zustimmt, steht dem Regionalliga-Start der Perlacher in der Saison 2022/23 nichts mehr im Weg. Einen Eingliederungsantrag, wie zuletzt vermutet, muss der ehemalige Drittligist dabei nicht stellen.

DFB meldet Türkgücü als ersten Absteiger

Und das, obwohl die Sachlage eigentlich klar schien. „Meldet eine Mannschaft vom Spielbetrieb ab, verliert sie die Spielberechtigung“, teilte der BFV Ende März auf Nachfrage mit und bezog sich dabei auf seine Statuten. Der Absturz von der 3. Liga in die C-Klasse drohte.

Nur ein Eingliederungsantrag könne noch helfen, hieß es damals. Das wäre auch der Fall gewesen, wenn die 3. Liga eine BFV-Liga wäre. Ist sie aber nicht. Die 3. Liga steht unter der Schirmherrschaft des DFB und somit gelten bei den Absteigern auch die DFB-Regularien.

Auf Anfrage des BFV teilte der DFB mit, dass Türkgücü nach der Abmeldung vom Spielbetrieb als erster Absteiger feststeht und in die Regionalliga geht. Der e.V. besitze demnach eine Spielberechtigung für die kommende Saison.

Heißt im Klartext: Meldet Türkgücü München für die kommende Regionalliga-Saison und erfüllt die Lizenzauflagen, gehen die Perlacher nächste Saison in der vierthöchsten Liga an den Start.

Türkgücü München: Mit welchen Spielern geht es in die neue Saison?

Bei Prüfung der Lizenzunterlagen vom BFV steht übrigens die Spielstätte und die Infrastruktur des Vereins im Vordergrund. Türkgücü befindet sich derzeit schon in Gesprächen unter anderem mit dem SV Heimstetten, um eine geeignete Spielstätte für die kommende Saison präsentieren zu können. Die Wirtschaftlichkeit des Vereins wird im Übrigen vom Verband nicht geprüft.

Mit welcher Mannschaft Türkgücü kommende Saison, sofern der BFV der Teilnahmeerklärung zustimmt, in die Saison starten wird, ist allerdings noch völlig unklar. Durch die Insolvenz wurden zum 1. April alle Spielerverträge ungültig. Türkgücü muss demnach eine komplett neue Mannschaft aufstellen. (kk) *tz.de ist ein Anegbot von IPPEN.MEDIA Anmerkung der Redaktion: Trotz des gleichen Nachnamens sind der Autor des Textes und Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny weder verwandt, noch verschwägert. Er schreibt die Texte im Auftrag der Redaktion tz/Münchner Merkur/Fussball Vorort.

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