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Max Kothny spricht über neuen Türkgücü-Trainer: „Peter Neururer wird‘s nicht“

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Max Kothny sprach am Rande der Niederlage gegen Kaiserslautern über das Anforderungsprofil des neuen Trainers von Türkgücü München.
Max Kothny sprach am Rande der Niederlage gegen Kaiserslautern über das Anforderungsprofil des neuen Trainers von Türkgücü München. © Imago Images / Wagner

Türkgücü München sucht einen neuen Trainer und nimmt dafür sogar eine Strafe des DFB in Kauf. Geschäftsführer Max Kothny hat ein genaues Profil im Kopf.

München - Es war kein schlechtes Spiel, abgesehen von den ersten zehn Minuten. Interimstrainer Alper Kayabunar und seine Mannschaft boten dem aufstrebenden 1. FC Kaiserslautern über 90 Minuten die Stirn und hätten sich einen Zähler verdient gehabt, doch am Ende stand es 1:2 für die Gäste aus der Pfalz.

Die Roten Teufel kletterten vorübergehend auf Rang drei, genau die Region, wo Türkgücü München* gerne mitmischen würde. Stattdessen ist der Klub von Präsident Hasan Kivran auf Trainersuche, steckt im Abstiegskampf und hat offenbar Schwierigkeiten, den richtigen Mann an die Isar zu locken. „Peter Neururer wird es nicht“, scherzte Geschäftsführer Max Kothny am Rande der Niederlage am Freitagabend im Gespräch mit dem Bayerischen Fernsehen (BR).

„Es tut mir leid, Freunde. Ich kann euch jetzt keinen neuen Trainer präsentieren.“

Max Kothny über das Ablaufen der Frist bei der Trainersuche.

Dabei würde der Kult-Coach mit langjähriger Bundesliga*-Erfahrung und TV-Experte mit einer Schwäche für den FC Schalke 04* vielleicht gar nicht so schlecht passen. Denn laut Roman Plesche, Sportlicher Leiter bei Türkgücü, soll der Trainer Erfahrung haben. Nach der Verpflichtung von Serdar Dayat, zwischen Ende Februar und Ende April vorübergehend als Trainer im Amt, ist nach der harschen Kritik des 66-Jährigen eine Anstellung ohnehin mehr als unwahrscheinlich.

„Wir wurden bei der Entscheidung etwas gehemmt“, sagte Kothny am Freitagabend über die nahezu abgelaufene Frist, einen Trainer zu präsentieren. Er sei proaktiv auf den DFB* zugegangen und habe gesagt: „Es tut mir leid, Freunde. Ich kann euch jetzt keinen neuen Trainer präsentieren.“ Kothny will demnach keinen Übungsleiter für ein Spiel oder wenige Wochen ins Amt hieven, „wo ich mir und auch der Liga am Ende des Tages schade“.

Max Kothny: Sascha Mölders wechselt definitiv nicht vom TSV 1860 zu Türkgücü München

„Ich bin weiter an der Suche dran und nächste Woche nochmal in ganz Deutschland unterwegs“, versicherte der seit heute 25-Jährige. „Ich hoffe, dass ich dann in 2021 noch einen Trainer präsentieren kann.“ Einblicke in das Stellen- und Anforderungsprofil gab es dann auch. „Menschenführung ist die Qualität Nummer eins, die wir aktuell suchen. Wir haben einen Kader, der mit Sicherheit Fußball spielen kann“, so Kothny weiter.

Trotz der frühzeitigen Warnung an den DFB könnte Türkgücü München vom Verband trotzdem belangt werden. „Wenn es eine Strafe gibt, dann kann ich sie nicht verhindern. Aber ich werde mich nicht schwächen, durch die falsche Trainerentscheidung“, sagt Kothny. Zumindest in einen Punkt gab es dann aber doch noch belastbare Fakten. Der beim TSV 1860 München in Ungnade gefallene Sturmtank, wird nicht die Seiten wechseln und beim Tabellensechzehnten seine Karriere ausklingen lassen: „Wer mich kennt, der weiß, dass Sascha Mölders bei uns im Winter nicht unterschreiben wird. Ich schließe es aus.“ (Jörg Bullinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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