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Kayabunar als Chefcoach in die Regionalliga? „Türkgücü ist nicht meine einzige Option“

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Von: Moritz Bletzinger

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Alper Kayabunar mit einem anderen Wappen auf der Brust? Was schwer vorzustellen ist, könnte bald wahr werden.
Alper Kayabunar mit einem anderen Wappen auf der Brust? Was schwer vorzustellen ist, könnte bald wahr werden. © Ulrich Wagner/Imago

Türkgücü München drängt in die Regionalliga. Und genau dahin zieht es auch Alper Kayabunar. Der Erfolgsgarant bleibt aber nicht unbedingt bei seinem Herzensverein.

München - Alper Kayabunar ist erst 36 Jahre alt, hat aber schon scheinbar einiges erlebt. Bei Türkgücü München stand er als Spieler in der A-Klasse und in der Landesliga auf dem Platz. Als Trainer, Co-Trainer und Videoanalyst begleitete er den Verein von der Landesliga bis in den Profifußball.

So hat sich Kayabunar bereits das Label als Urgestein bei Türkgücü verdient. Und während es im Profiteam schon im ersten Drittliga-Jahr zu kriseln begann, blieb ihm der Erfolg treu. Kayabunar hatte die A-Junioren der Perlacher übernommen und ist mit ihnen von der Kreis- bis in die Landesliga durchmarschiert.

Verliert Türkgücü München seinen Erfolgsgaranten? Alper Kayabunar denkt an Abschied im Sommer

Nach dem Aus von Peter Hyballa hat Türkgücü noch auf Alper Kayabunar gebaut. Er übernahm als Interimstrainer sogar mehr Spiele als erlaubt. Dem Verein war es eine Strafzahlung an den DFB wert, mit Kayabunar ins Kellerduell gegen den SC Verl zu gehen.

Nach der Winterpause kam Andreas Heraf. Und der große Bruch. Sportlich wie finanziell. Türkgücü musste Insolvenz anmelden. Heraf verbannte Kayabunar aus dem Trainerteam der Profis. Warum weiß bis heute niemand so recht, nicht einmal Kayabunar selbst. Auf jeden Fall war es ein harter Schlag für das Türkgücü-Urgestein. Er sprach zum ersten Mal von Abschiedsgedanken.

Die könnten im Sommer zur Realität werden. Türkgücü München scheint den kompletten Schiffbruch momentan zwar abwenden zu können, doch selbst wenn der Neustart in der Regionalliga gelingt, ist der Verbleib von Kayabunar nicht beschlossen.

Alper Kayabunar: Türkgücü-Urgestein macht A-Lizenz - und ist in Gesprächen mit Regionalliga-Klubs

Dabei eint sie zumindest das Ziel: Alper Kayabunar hat sich für die A-Lizenz angemeldet. Ab jetzt darf er als Chefcoach in der Regionalliga arbeiten.

Chef muss es aber nicht unbedingt sein. „Ich bin momentan mit mehreren Vereinen wegen einer Trainerstelle in Kontakt“, berichtet Kayabunar auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern, „ein Verein möchte mich als Co-Trainer. Das ist sehr interessant. Der Klub arbeitet unter professionellen Bedingungen. Ich bin offen für vieles, zum Beispiel auch für eine hochklassige U19. Solange die Umstände passen.“

Co-Trainer bei Türkgücü kommt nicht in Frage: Alper Kayabuner geht nur als Chef mit in die Regionalliga

Natürlich ist Kayabunar aber noch ganz nah dran an Türkgücü. Und andersherum: „Es gab intern schon Gespräche“, bestätigt er. Das Urgestein könnte also doch bleiben. Allerdings unter einer eindeutigen Bedingung.

„Ich überlege schon, ob es irgendwann Zeit wäre, den Verein zu verlassen. Aber wenn man die Möglichkeit bekommt, bei seinem Herzensverein Cheftrainer in der Regionalliga zu werden, dann ist das etwas besonderes“, sinniert Kayabunar und stellt klar: „Als Co-Trainer bei Türkgücü zu bleiben, ist aber keine Diskussion. Und Türkgücü ist nicht die einzige Option, die ich habe.“ (moe) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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