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Türkgücü zieht Kopf aus Schlinge: Regionalliga-Zulassung fix - Rückkehr ins Olympiastadion

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Von: Vinzent Fischer

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Türkgücü München zieht nun dauerhaft ins Olympiastadion um.
Das Münchner Olympiastadion: Die alte und neue Spielstätte von Türkgücü München. © MIS

Türkgücü München hat die Zulassung für die Regionalliga erhalten. Die Perlacher haben mit dem Olympiastadion eine Einigung erzielt.

München - Aufatmen bei Türkgücü München. Am Dienstag lief die Frist für die Einreichung aller nötigen Unterlagen ab. Erst, wenn der Bayerische Fußball-Verband (BFV) diese absegnet, können die Perlacher in der kommen Saison in der Regionalliga starten. Jetzt steht die neue Heimstätte fest: Das Münchner Olympiastadion springt überraschend wieder einmal ein. Türkgücü München darf damit in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga antreten.

Türkgücü München: Stadion-Problem gelöst - Olympiastadion springt wieder ein

Über Monate gab es in der Stadion-Frage bei Türkgücü München Probleme. Maximal zwölf Partien dürfen die Münchner im Stadion an der Grünwalder Straße austragen. Für alle weiteren Heimspiele benötigt Türkgücü ein zweites Zuhause. Zwei Absagen kassierte der Verein, nachdem er sich bereits auf der Zielgeraden wähnte. Auch deshalb haben sich die Vereinsverantwortlichen nach Alternativen umgesehen. Nach Informationen von Fussball Vorort stand das Olympiastadion schon seit Wochen als Fallback-Option fest, falls es an den anderen Standorten nicht klappen sollte.

Bei Türkgücü München um Trainer Alper Kayabunar herrscht jetzt endlich Klarheit in der Stadion-Frage.
Bei Türkgücü München um Trainer Alper Kayabunar herrscht jetzt endlich Klarheit in der Stadion-Frage. © IMAGO / Fotostand

Lange Zeit war das Klosterstadion in Fürstenfeldbruck das auserwählte Ziel der Verantwortlichen um Präsident Taskin Akkay. Nach einem langen Hin und Her scheiterte der Deal auf der Zielgeraden an der Zustimmung des Stadtrats. „Das ist ein Skandal. Türkgücü wird geopfert, um den SC Fürstenfeldbruck zu opfern“, polterte Jakob Ettner, Präsident des SC Fürstenfeldbruck, daraufhin.

Lokal-Posse in Fürstenfeldbruck - Auch Lohhof nicht für Türkgücü München geeignet

Er vermutet hinter der Entscheidung gar eine Intrige von Oberbürgermeister Erich Raff. Beide befinden sich seit Jahren im Zwist, der in der Lokal-Posse mündete. Die Entscheidung des Stadtrats könnte sogar noch ein juristisches Nachspiel haben.

Nach dem Fürstenfeldbruck-Aus sollte es das Hans-Bayer-Stadion im Münchner Vorort Lohhof werden. Doch nach anfänglichem Optimismus setzte es für Türkgücü den nächsten Rückschlag. Auch aus Lohhof kam am Montag eine Absage.

„Im Ergebnis muss festgehalten werden, dass die Kürze der Prüfungszeit nicht ausreichte, um alle offenen sicherheits- und bauordnungsrechtlichen Fragen einer Klärung zuzuführen, die für eine abschließende Bewertung unerlässlich ist.“

Stellungnahme der Stadtwerke Unterschleißheim.

„Im Ergebnis muss festgehalten werden, dass die Kürze der Prüfungszeit nicht ausreichte, um alle offenen sicherheits- und bauordnungsrechtlichen Fragen einer Klärung zuzuführen, die für eine abschließende Bewertung unerlässlich ist“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtwerke Unterschleißheim am Montag. Die Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungsdienst wären nicht gewährleistet, bei randalierenden Hooligans stünden keine geeigneten Fluchtwege zur Verfügung.

Türkgücü München: Schon zu Drittliga-Zeiten wenige Zuschauer im Olympiastadion

Jetzt hat Türkgücü München in letzter Minute doch noch eine Alternative aus dem Hut gezaubert. Wie bereits in der 3. Liga trägt der Verein seine Heimspiele wieder im Olympiastadion aus. Dabei dürfte die Kulisse erneut zum Problem werden. Nur wenige tausend Zuschauer fanden zu Drittliga-Zeiten die Wege in die altehrwürdige Spielstätte. In der Regionalliga werden es wohl kaum mehr werden. Den Verantwortlichen und vor allem den Spielern dürfte das egal sein: Sie haben nun endlich Klarheit und können sich nach dem monatelangen Hin und Her voll auf die neue Saison konzentrieren. (vfi)

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