Trainer Serdar Dayat wohl ohne Zukunft

Türkgücü München: Petar Sliskovic bleibt - was wird aus Sercan Sararer?

Ein Schlüsselspieler, auch für die kommende Spielzeit: Petar Sliskovic, der treffsicherste Türkgücü-Profi.
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Ein Schlüsselspieler, auch für die kommende Spielzeit: Petar Sliskovic, der treffsicherste Türkgücü-Profi.

Türkgücü München plant die Zukunft. Fünf Schlüsselspieler stehen bis 2022 unter Vertrag. Trainer Dayats Uhr läuft am Saisonende wohl ab, Sercan Sararer pokert.

München –Bei Roman Plesche läuft das Handy auf Hochtouren. Der Sportliche Leiter von Türkgücü München intensiviert die Planungen für die kommende Saison. Nur neun Spieler haben einen Vertrag über die aktuelle Spielzeit hinaus. Gibt es also im Sommer den nächsten großen Umbruch?

„Wir haben schon ein gutes Grundgerüst. Das war in den vergangenen Jahren nicht so“, sagt Plesche unserer Zeitung, „Aber natürlich werden im Sommer wieder die Stellschrauben angezogen. Wir wollen die Qualität im Kader immer möglichst hochhalten, daran arbeiten wir akribisch bei Türkgücü.“

Türkgücü München: Fünf Schlüsselspieler haben einen Vertrag bis 2022

Unter anderem Torwart René Vollath, die Ex-Löwen Aaron Berzel, Kilian Fischer sowie Sebastian Maier und Top-Torschütze Petar Sliskovic haben einen Vertrag bis 2022. Bei Sliskovic berichtete der „kicker“ in der Winterpause von Unruhen, der 30-Jährige habe Angebote aus Südkorea und vom 1. FC Kaiserslautern erhalten, auf einen Wechsel gedrängt. Es lag jedoch lediglich ein Angebot aus Südkorea vor, die Vereinsführung lehnte es ab. 

Von Beraterseite heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung: „Petar hat einen Vertrag in München und den erfüllt er.“ Der Angreifer hat bei Türkgücü voll eingeschlagen, bereits zwölf Saisontore erzielt. In den letzten Wochen schwächelte Sliskovic, dann folgte die Verletzung an der Fußsohle. „Er wird nach seiner Verletzung auch wieder treffen. Wir planen mit Petar als Schlüsselspieler auch in der kommenden Spielzeit“, sagt Plesche.

Türkgücü München: Entscheidung über Zukunft von Sercan Sararer in den nächsten zwei bis drei Wochen

Bei einem weiteren Schlüsselspieler, Sercan Sararer, läuft der Vertrag im Sommer 2021 aus, der Verein hat jedoch die einseitige Option auf eine Vertragsverlängerung. Dementsprechend sei man bei dem Topscorer (neun Tore, elf Vorlagen) „weiter zuversichtlich“: „Er fühlt sich wohl, blüht richtig auf“, sagt Plesche. Der Berater von Sararer teilte unserer Zeitung jedoch mit, es sei „noch alles offen“, eine Entscheidung solle in den nächsten zwei bis drei Wochen getroffen werden.

Die Entscheidung der vorzeitigen Trennung von Trainer Alexander Schmidt bereut man bei Türkgücü hingegen nicht. Von einem „Negativtrend“ war damals die Rede, der neue Coach Serdar Dayat konnte in seinen ersten drei Spielen auch nur einen Punkt holen. Jedoch traf man auf die Spitzenteams Ingolstadt und Rostock.

Türkgücü München: Serdar Dayat bleibt wohl nur bis zum Saisonende Trainer

Bei der 0:3-Niederlage gegen die Hanseaten zeigte Türkgücü zudem zumindest eine halbe Stunde lang wieder den Powerfußball des Saisonbeginns. „Das war das Ziel, dass wir mit dem Trainerwechsel auch unsere Philosophie vom offensiven Fußball wiederbeleben“, sagt Plesche. Dass Dayat auch in der neuen Saison Trainer von Türkgücü bleibt, erscheint unwahrscheinlich. Auch wenn Präsident, Investor sowie Chefentscheider Hasan Kivran nach dem 0:3 gegen Rostock Richtung Spielfeld marschierte und sich lange mit Dayat austauschte. „Er hat gefragt, wie ich mich fühle. Schlecht, natürlich“, sagte Dayat.

Der Trainerposten ist noch offen, eine Gewissheit gibt es aber für die neue Saison: Die Münchner werden weiter auf Leihgeschäfte mit höherklassigen Vereinen setzen. Besonders mit der Entwicklung von Ex-1860-Spieler Noel Niemann – ausgeliehen von Arminia Bielfeld – ist man zufrieden: „Niemann hat schon gezeigt, dass er uns mit seinem Tempo und den Läufen in die Tiefe unfassbar helfen kann. Ich bin mir auch sicher, dass er sich weiter von Spiel zu Spiel steigert“, sagt Plesche.

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

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