Überfüllter Kader, zwei Trainingsgruppen

Plesche verrät: Das passiert mit Türkgücüs Reservisten in der Winterpause

Max Kothny und Roman Plesche
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Alles im Blick: Der sportliche Leiter Roman Plesche (l.) und Geschäftsführer Max Kothny.

Türkgücü München trifft am Sonntag auf den SC Verl. Der sportliche Leiter Roman Plesche spricht über Spieler im Kader, die den hohen Ambitionen des Vereins nicht genügen.

  • Türkgücü München reist am Sonntag zum Mitaufsteiger Verl
  • Roman Plesche spricht über den überfüllten Kader
  • Spieler ohne Einsatzzeit sollen im Winter wechseln

Zwei Spielen bleiben im Jahr 2020. Am Sonntag reist Türkgücü nach Verl, nächste Woche Mittwoch nach Meppen. Zwei Möglichkeiten also noch für die Spieler, um einen guten Eindruck zu machen. Denn klar ist: In der Winterpause wird bei den Münchnern aussortiert.

Die zuletzt installierte zweite Trainingsgruppe mit Akteuren, die es nicht in den Spieltagskader schaffen, war nur ein Vorbote. „Das Training soll für jeden intensiv sein, das ist mit über 30 Spielern nicht möglich“, sagt der sportliche Leiter Roman Plesche im Gespräch mit unserer Zeitung: „Deshalb haben wir eine zweite Trainingsgruppe gegründet, um eine bestmögliche Vorbereitung für die letzten Spiele vor der Winterpause zu gewährleisten, aber zeitgleich auch für jeden Spieler ein vollumfängliches Trainingsprogramm sicherzustellen.“

Der überfüllte Kader soll in der Pause ausgedünnt werden. „Wer bei uns den nächsten Schritt nicht macht, ist bei einem anderen Verein besser aufgehoben“, sagt Plesche. Dies sei auch im Interesse der Spieler: „Für einen Spieler, der seit einem halben Jahr kein Spiel mehr gemacht hat, ist es der richtige Schritt im Winter zu wechseln.“

Die Münchner wollen am Samstag gegen Verl – ebenfalls Aufsteiger – auch die Ergebniskrise abschütteln, um das Jahr mit einem positiven Gefühl abzuschließen. Trainer Alexander Schmidt hatte jüngst ausgeführt, dass sein Kader körperlich nicht entkräftet sei. Er sprach von einer „mentalen Müdigkeit.“

Türkgücü habe Schwächephasen wie aktuell einkalkuliert, sagt Plesche, schließlich sei man ja Aufsteiger. Doch die aktuelle Sieglosserie ist auch damit zu erklären, dass die Liga nicht mehr überrascht ist von Türkgücüs forschen Auftritten der ersten Spieltage.

„Es ist logisch, dass es bei so einem großen Kader dann auch Spieler gibt, die der 3. Liga und unseren ambitionierten Ansprüchen nicht genügen“, sagt Plesche und fordert für Sonntag: „Wir wollen an unsere Stärken anknüpfen, dann kommen wir aus dem Tief auch wieder raus.“

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